Eine Ping Protokolldatei zu erstellen ist gar nicht so einfach. Wir haben die Lösung dafür und ein kurzes Script erstellt, welches wir Euch hier heute vorstellen wollen.

Netzwerkprobleme können jedem Admin wirklich den letzten Nerv rauben. Auftretende Probleme sind teilweise sehr schwer zu lokalisieren. Das bekannteste und beliebteste Werkzeug ist das Kommando „Ping“, ein Werkzeug, mit dem der Anwender überprüfen kann, ob und wie schnell ein Gerät im Netzwerk kontaktiert werden kann.

Lässt der Anwender den Ping allerdings mit dem Parameter „-t“ laufen, so läuft der Ping endlos, man nennt es auch „Dauerping“. Dies führt relativ schnell zu einem vollen Eingabeaufforderungs-Fenster und richtig gut kann dies der Anwender nicht, denn er muss quasi permanent zuschauen. Selbstverständlich kann man die Ausgabe auch in eine Textdatei umleiten, aber auch dies ist relativ umständlich, denn die Datei wird in kurzer Zeit so lang, dass der Anwender die Übersicht verliert und sehr umständlich evtl. Pingaussetzer findet.

Deswegen habe ich ein kleines Skript erstellt, bei dem lediglich während eines Dauerpings die Ping Aussetzer in einer Dos-Box angezeigt werden und zusätzlich die Pingfehler in einer Text-Datei protokolliert werden. Dazu wird ebenso noch die Uhrzeit des Ausfalls mit protokolliert, wie Ihr hier nachfolgend sehen könnt.

Ping Fehler

Nach dem Start des Batchfiles wird man zur Eingabe der IP-Adresse oder des DNS-Namens aufgefordert. Anschließend wird jeder Aussetzer mitprotokolliert, bis Ihr das Fenster einfach wieder schließt.

Das Batchfile sieht wie folgt aus:

Pingtest.bat Quellcode

Den Quellcode dazu könnt Ihr Euch am Ende dieses Beitrages als Batchdatei downloaden.

Das Pingtest Script erzeugt während des Dauerpings aktuell im Verzeichnis C:\Temp\ eine Datei mit der IP-Adresse + Dateiendung „.TXT. Es handelt sich hierbei um eine reine Textdatei und diese kann problemlos mit dem Notepad oder auch mit Excel geöffnet und bearbeitet werden. Bei anders sprachlichen Windows Versionen muss das Pingtest Script angepasst werden, da es aktuell nur auf die deutschen Windows Versionen ausgelegt. ist. Dabei ist dann der Text „berschreitung nicht“ durch die entsprechende Übersetzung zu ersetzen.

Nun noch ein paar Erläuterungen zum Pingtest bzw. Ping im Allgemeinen. Ping ist ein Tool mit dem der User überprüfen kann, ob ein bestimmter Computer in seinem IP-Netzwerk erreichbar ist. Das Programm wurde im Jahr 1983 entwickelt und gehört seit je her in den Windows Versionen zur Grundausstattung. Es ist ein Kommandozeilenbefehl welches am besten direkt aus einer DOS Eingabeaufforderung ausgeführt wird. Der Ping Befehl verfügt über zahlreiche Parameter, die wir hier nachfolgend kurz aufführen möchten:

Ping Aufruf Parameter

[banner1]

[notification type=“notification_mark“ ]Syntax: ping [-t] [-a] [-n count] [-l size] [-f] [-i TTL] [-v TOS] [-r count] [-s count] [[-j host-list] | [-k host-list]] [-w timeout] [-R] [-S srcaddr] [-c compartment] [-p] [-4] [-6] Zielname[/notification]

Optionen:

[bd_table]

Parameter Beschreibung
-t Pingt den angegebenen Host bis zur Beendigung des Vorgangs. Drücken Sie STRG+UNTBR, um die Statistik anzuzeigen und den Vorgang fortzusetzen. Drücken Sie STRG+C, um den Vorgang abzubrechen.
-a Löst Adressen zu Hostnamen auf.
-n count Die Anzahl der zu sendenden Echoanforderungen.
-l size Die Größe des Sendepuffers.
-f Legt das Kennzeichen für „Nicht fragmentieren“ im Paket fest (nur IPv4).
-i TTL Die Lebensdauer.
-v TOS Der Diensttyp (nur IPv4. Diese Einstellung ist veraltet und hat keine Auswirkungen auf das Diensttypfeld im IP-Header).
-r count Datensatzroute für Anzahl von Hops (nur IPv4).
-s count Zeitstempel für Anzahl von Hops (nur IPv4).
-j host-list Loose Source Route“ gemäß Hostliste (nur IPv4).
-k host-list Strict Source Route“ gemäß Hostliste (nur IPv4).
-w timeout Zeitlimit in Millisekunden für die einzelnen Antworten.
-R Verwendet den Routingheader, um auch die umgekehrte Route zu testen (nur IPv6).
Dieser Routingheader wird nicht mehr verwendet (siehe RFC 5095). Bei manchen Systemen werden Echoanforderungen verworfen, wenn dieser Header verwendet wird.
-s srcaddr Die zu verwendende Quelladresse.
c compartment Routingdepotbezeichner
-p Pingt die Adresse eines Anbieters für die Hyper-V-Netzwerkvirtualisierung.
-4 Erzwingt die Verwendung von IPv4.
-6 Erzwingt die Verwendung von IPv6.

[/bd_table]

Bei einem Ping, Dauerping oder diesem Pingtest werden Datenpakete an einen beliebigen Computer im Netzwerk gesendet. Es ist dabei egal oder als Parameter die IP-Adresse oder ein Computername angegeben wird. Voraussetzung für den Computernamen ist selbstverständlich dann ein funktionierendes DNS (Domain Name Service). Vom Ping Programm wird dann die Zeit gemessen, bis die Antwort des Hosts eintrifft. Die Zeit drückt dann aus, wie lange ein Datenpaket zum Host und wieder zurück benötigt. Das ist die „response time average“. An den Pingzeiten kann der Anwender dann erkennen, wie schnell, performant und stabil die Netzwerkverbindung zum Host ist. Erhält der Anwender kein Ping zurück, so stimmt etwas mit dem Routing zwischen den 2 Endpunkten nicht.

Bei einem Host, der die interne Windows Firewall aktiviert hat, liefert Ping bzw. der Pingtest grundsätzlich keine Zeiten zurück, da die Firewall die Kommunikation verhindert. Dann bleibt nur die Möglichkeit, die Firewall auf dem Host auszuschalten oder in der Firewall die „Datei- und Druckerfreigabe“ freizugeben, dann funktioniert der Ping bzw. Pingtest auch wieder.

Hier nachfolgend könnt Ihr Euch die Batchdatei „PingTest.bat“ downloaden. Ihr müsst die Datei nach dem Download allerdings noch von PingTest.txt in PingTest.bat umbenennen.

In einem weiteren Beitrag über „Ping-Test und Diagnose Tool“ haben wir weiterführende Informationen zum Ping veröffentlicht. Außerdem könnt Ihr hier nachfolgend Eure eigene IP-Adresse einsehen:

[show_ip]

Solltet Ihr noch Interesse an weiteren interessanten Beiträgen rund um das Thema Netzwerk haben, so schaut Euch doch bitte nachfolgende Beiträge hier auf Windows-FAQ an.

– Netzwerk zurücksetzen bei Windows 10
– Teaming von Netzwerkkarten und Performance-Probleme
– Windows Systemfehler 1231 – Die Netzwerkadresse ist nicht erreichbar
– Netzwerk-Inventarisierung
– Netzwerkperformance bei 10GBit Netzwerken

– Teaming von Netzwerkkarten – Hyper-V Einstellungen
– Hyper-V Fehler beim Konfigurieren des Netzwerks auf „q1“
– Netzwerkdrucker ohne Domänenbeitritt nutzen
– Netzwerkkarten Informationen anzeigen mit Adapterwatch