Homeoffice energiesparend einrichten: Wissenswertes für Geräte und Lichtmanagement

Vor der Pandemie wurde es teilweise bereits ausgeübt, während der momentanen Lage für viele Arbeitgeber zur Auflage erklärt und danach wird es sicher nicht vorbei sein: das Home Office. Mobiles Arbeiten birgt Vor- und Nachteile. Zwar sind Angestellte so ständig erreichbar und dies wird auch größtenteils erwartet, dafür kann in der selbstgewählten Mittagspause mit dem Hund Gassi gegangen werden, die Kinder brauchen nicht so früh in den Kindergarten und verschläft man selbst, kann die Konferenz auch in Schlafhose und Hemd gehalten werden.

Beim Arbeiten von zu Hause aus kann es allerdings zu unschönen Überraschungen kommen. Spätestens, wenn die Stromrechnung ins Haus flattert, müssen stromsparende Alternativen her. Was für die Haushaltskasse gut ist, schadet auch der Umwelt nicht. Eine Erkenntnis, die gerade angesichts des Klimawandels sehr wichtig ist. Das Stromsparen ist an sich ein Kinderspiel, solange einige wichtige Faktoren beachtet werden. In diesem Artikel sind diese einmal zusammengefasst.

Abbildung 1: Wer das eigene Home-Office energiesparend einrichtet, ist fit in Sachen Einsparung und Nachhaltigkeit. Bildquelle: @ James McDonald / Unsplash.com

Stand-By-Modi vermeiden: Ein erster Schritt zum Energie sparen

Einkaufen in der Mittagspause, schnell zwischendurch kochen oder kurz was mit den Kindern spielen, bis man doch schließlich einschläft. Wird der heimische Arbeitsplatz am PC, Tablet oder Laptop verlassen, kann vieles dazwischenkommen und die Pause verlängert sich unbeabsichtigt. Von der Arbeitszeit her stellt dies selten Probleme dar – solange Pensum und Kernzeiten eingehalten werden, lassen viele Arbeitgeber Freiraum bei dem mobilen Zeitmanagement.

Was durchaus zum Problem werden kann, ist die kommende Stromrechnung. Die Geräte fallen nach einer bestimmten Zeit, in der sie nicht genutzt werden, in den Stand-by-Modus. Dieser Modus zieht zwar nicht so viel Strom, wie ein eingeschalteter PC, dennoch wirkt sich beim Home Office auch der Stand-by-Modus schnell auf den Zähler aus.

Deshalb sollten Heimarbeiter auf folgende Schritte achten, sobald sie den Arbeitsplatz verlassen und nicht in Kürze zurückkommen:

  1. Gerät herunterfahren und ausschalten
  2. Stecker des Endgeräts ziehen
  3. Licht ausschalten -> Schreibtischlampe und Deckenleuchte

Eleganter funktioniert das Ganze über Mehrfachsteckdosenleisten, die über einen Netzschalter verfügen. Hier lassen sich die Geräte einfach per Netzschalter vom Strom trennen, ohne dass die Stecker gezogen werden müssen. Auf Steckdosenleiste.org werden verschiedene Leisten genauer vorgestellt, um Verbrauchern die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Energiesparend bei der Neuanschaffung

Soll ein neues Gerät her, um einen eigenen Arbeitslaptop zu haben oder um privates und berufliches auf einem Gerät besser unterbringen zu können, kann auch schon auf sinkende Energiekosten geachtet werden.

Allein die Art des Geräts kann einen Unterschied machen. So verbrauchen Notebooks und Laptops mit 50 Watt weniger Strom als ein PC. Tablets eignen sich nicht unbedingt für jedes Home Office, sind aber mit einem Stromverbrauch mit 10 Watt Spitzenreiter. 

Auch in den Einstellungen der Endgeräte verändert sich einiges. Hersteller feilen an energiesparenden Optionen ihrer Produkte. Daher lohnt es sich, einen Blick auf diese zu werfen.

So oder so sollte sich vor dem Kauf gefragt werden, welches Gerät zum Home Office passt und welche Geräte auch in der Zeit von Präsenzarbeit sinnvoll sind. So können Notebooks, Laptops und insbesondere Tablets eher von A nach B mitgenommen werden. Außerdem lässt es sich mit ihnen auch entspannter zu Hause arbeiten, z.B. im Garten, auf dem Balkon oder auf der Couch.

Nach dem Kauf: Energieverbrauch optimieren

Auch nach dem Kauf kann man sich an einfache Gedanken halten, um die Stromrechnung geringer zu halten.

  • Externe Geräte ziehen Strom: Generell sollte darauf geachtet werden, nur wenige externe Geräte an das Arbeitsgerät anzuschließen. Das Handy, das per USB am Laptop auflädt, der Musikstick, der am PC während der Arbeit für eine musikalische Untermalung sorgt oder die externe Festplatte mit den vertraulichen Daten von Klienten – alles zieht Strom. Auch angeschlossene Musikanlagen, Drucker, Scanner und andere Geräte ziehen über den Laptop und den PC ordentlich Saft. Daher nur kurz verwenden und wenn nötig, danach einfach ausstöpseln.
  • Ladekabel: Zu Herzen genommen werden sollte sich auch, dass die Geräte ausschließlich geladen werden, wenn sie geladen werden müssen. Das Tablet oder das Notebook den ganzen Tag am Strom zu haben, obwohl der Akku voll ist bis oben hin, spart keine Energie. Im Gegenteil. Abgesehen davon sind die Geräte ohne Kabel auch mobiler. Vor allem aber stromsparender.
  • Einstellungen des Geräts: Mittlerweile kann in den Einstellungen der Endgeräte zwischen verschiedenen energiesparenden Optionen gewählt werden. Die Bildschirmhelligkeit wird angepasst, der Energiesparmodus gewählt und nicht genutzte Apps im Hintergrund geschlossen.

Energieoptionen bei Windows verändern: So geht’s

Windows 10 stellt für PCs heute recht komfortable Energieoptionen zur Verfügung. Diese lassen sich erreichen, indem Nutzer „Energieoptionen“ in das Suchfeld eingeben und das Ergebnis anklicken. Die Energieoptionen werden in bestimmten Plänen gespeichert, die festlegen, nach wie vielen Minuten Inaktivität der Rechner den Bildschirm ausschalten und in den Stand-By-Modus wechseln soll. Standardmäßig ist der Plan „Ausbalanciert“ eingeschaltet. Es existieren jedoch auch Energiepläne wie „Energiesparmodus“, der gerade bei akkubetriebenen Geräten sehr hilfreich ist. Wahlweise lassen sich die Zeiten auch manuell einstellen.

Smartes Lichtmanagement: Eine weitere Sparmöglichkeit

Morgens wird schnell das Licht im Schlafzimmer vergessen, beim Verlassen des Hauses das Licht im Flur und den ganzen Abend erstrahlt die Küche in vollem Schein, obwohl niemand dort ist. Kennen tut dies wahrscheinlich jeder. All die Post-its und Memos zur Erinnerung bringen kaum etwas. Ein Glück, dass uns das Smart Home auch hier unterstützt.

Per Smartphone kann nachgehalten werden, ob im Hause noch das Licht brennt, selbst vom Weg zur Arbeit aus. Auch ist es möglich, Regler so einzustellen, dass sich Licht erst ab einem bestimmten Dunkelheitsgrad einschalten lässt. Eine andere Option ist ein Regler, der nach Uhrzeit funktioniert. Verlässt man einen Raum und vergisst, das Licht auszuschalten, kann dies registriert werden. Ein Mechanismus schaltet die Beleuchtung aus, wenn innerhalb kurzer (oder manuell eingestellter) Zeit niemand in den Raum zurückkehrt. 

Durch die verschiedenen Alternativen, die das Smart Home bietet, kann smart Strom gespart werden. Passend zum smarten Zuhause sollte auch smart an die Beleuchtung herangegangen werden: LED-Birnen sind strom- und energiesparender als konventionelle Leuchtmittel und halten auch länger, bis sie durchbrennen. So schonen sie Umwelt und Geldbeutel.

Abbildung 2: Per Smart Home lässt sich auch die Beleuchtung in den eigenen vier Wänden steuern und das Homeoffice energieeffizienter gestalten. Bildquelle: @ Stephan Bechert / Unsplash.com

Fazit: Ein energieoptimiertes Homeoffice hält die Kosten niedrig

Geräte ausschalten, nur mit dem Nötigsten versorgen (externe Geräte, Ladekabel), das Smart Home nutzen und richtige Lichtquellen richtig nutzen – an sich simple Handlungen, die sich schnell und unkompliziert umsetzen lassen. Möchte man dann der Umwelt noch ein bisschen mehr guttun, kann durch die Stromspartipps einfach zum Öko-Stromanbieter gewechselt werden. Home Office geht auch mit gutem Gewissen.

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Ein Kommentar

  1. Paul van der Burgt
    April 21, 2021 zu 5:42 pm

    Ich finde diesen Beitrag sehr wichtig, denn auch wenn für viele (oder zumindest die Meisten) diese Tricks schon kennen, so gibt es dennoch Menschen, die erst kürzlich ins Home Office gewechselt sind und daher eben alles so machen, wie im Büro gelernt.
    Heißt: Gerät immer am Strom, statt herunterfahren nur eben den Bildschirm sperren, Lampen ewig brennen lassen, etc.
    Die Stromrechnung haut dann auch den Nervenstärksten aus den Socken.
    Eine Frage noch: Dass stationäre Computer mehr Strom fressen, als bspw. Laptops wurde im Text ja bereits erwähnt. Gilt das denn auch in dem Verhältnis für „All-in-one“-PCs, wie bspw. den Mac? Das ist ja theoretisch gesehen nur ein unmobilerer Laptop, oder?

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