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Filme und noch vieles mehr zuhause genießen, ohne jedoch von einzelnen Endgeräten abhängig zu sein. Das ermöglicht der Aufbau eines Windows-PCs als Zentralstelle für ein heimisches Medien-Netzwerk.

Das moderne (Privat-) Leben wird heute durch einen äußerst vielfältigen Medienkonsum sowie den Umgang mit Medien und Anwendungen geprägt. Musik, Filme und Serien, Podcasts, Audio-Books, zudem verschiedene Dateien zwischen dem digitalen Haushaltsbuch und der Fotosammlung und obendrein so manche App und andere Anwendungen – vieles überdies unterteilt in Gestreamtes, lokal Gespeichertes und auf Wechseldatenträgern Vorhandenes.

Ein zweckmäßig konfigurierter Windows-PC, dazu passende Netzwerktechnik und ein korrektes Setup können dabei helfen, diese Medien- und Anwendungs-Flut deutlich besser zu managen, als es mit anderen Methoden der Fall ist. Auf den folgenden Zeilen verraten wir dazu alles, was es zu wissen gibt.

MODERNES LEBEN – MODERNE REALITÄTEN

Das moderne Privatleben ist davon geprägt, immer stärker digitalisiert zu werden. In vielen Haushalten finden sich längst schon mehrere Computer. Es gibt ebenso mehrere Mobilgeräte zwischen Smartphones und Tablets. Dazu Drucker, Fernsehgeräte, Datenspeicher, Festnetztelefone, Audiosysteme und noch einiges mehr – und sehr vieles davon ist internet- und netzwerkfähig.

Doch obwohl sich theoretisch und praktisch sehr viele dieser Geräte miteinander vernetzen ließen, wählen viele User einen Weg der Single-Usage. Das heißt, sie nutzen all diese Geräte oftmals nur für sich allein. Als einzige Gemeinsamkeit steht dann häufig nur die Anbindung der Geräte via Kabel und/oder WLAN an den Router und von dort ins Internet.

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In vielen Haushalten sind zahlreiche netzwerkfähigen Geräte vorhanden. Doch nur wenige nutzen diese praktische Tatsache, um ihre Devices und deren Inhalte umfassend miteinander zu vernetzen – und bringen sich so unter anderem um jede Menge Komfort.

Der wohl größte Nachteil davon: Obwohl eine geräteübergreifende Nutzung sowie Zugriff „von überall auf alles“ möglich wäre, werden viele Geräte proprietär genutzt – wodurch nicht nur der Komfort reduziert wird, sondern oftmals zudem die Leistung beziehungsweise Fähigkeiten.

Einige ganz typische Beispiele hierfür:

  • Digitale Fotosammlungen, die entweder nur auf einem PC oder einem Wechseldatenträger vorhanden sind und deshalb nur über Umwege auf verschiedenen Geräten im Haus angesehen werden können.
  • Smart-TV-Geräte mit ihren installierten Streaming-Apps, bei denen es durch die Abwesenheit einer vollwertigen Tastatur meist unsagbar unkomfortabel ist, mit den Pfeiltasten der Fernbedienung beispielsweise einen Filmtitel einzugeben – von der oft wenig überzeugenden Prozessorleistung einmal völlig abgesehen.
  • Drucker, die nur mit einem PC verbunden sind, weshalb es bei allen möglichen Dateien immer nötig ist, sie über diesen Computer zu schleusen, um sie zu Papier zu bringen.

In einem hinreichend vernetzten Zuhause wären all diese und viele andere Probleme mit einem Schlag beseitigt. Dann nämlich können sämtliche Daten und mitunter sogar Anwendungen auf jedes im Heimnetzwerk eingebundene Gerät übertragen werden.

DAS HEIMNETZWERK: EINFACHE LÖSUNG ODER PROFESSIONELLES SETUP?

Allein durch die Tatsache, dass sich in den meisten Haushalten bereits ein Router mit WLAN-Funktion befindet und ebenso die allermeisten digitalen Geräte mit einer Drahtlos-Funktion ausgestattet sind, ließe sich bereits mit sehr wenig Aufwand ein solches Heimnetzwerk aufbauen. Zudem gäbe es überdies die Wahl, die Verbindungen wenigstens teilweise drahtlos aufzubauen oder die in Sachen Sicherheit und Geschwindigkeit bessere Lösung in Form von Netzwerkkabeln zu nutzen.

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Eine äußerst simple Möglichkeit, um ein rudimentäres Medien-Netzwerk aufzubauen, besteht in der Verbindung des sowieso vorhandenen Routers mit einem Speichermedium. Heraus kommt ein Mini-NAS – dessen Leistung allerdings naturgemäß limitiert ist.

Allerdings hätte ein dermaßen simples Netzwerk, so leistungsfähig es im Vergleich mit einer herkömmlichen Stand-Alone-Lösung sein mag, durchaus seine Nachteile. Der wichtigste in Sachen Medien: Es gäbe keinen zentralen Ort, über den alles laufen würde und auf dem die Dateien gespeichert beziehungsweise gehostet werden.

Wer beispielsweise mit dem Laptop von der Terrasse aus auf seine Steuerunterlagen zugreifen möchte, die auf dem PC im Arbeitszimmer gespeichert sind, der müsste sicherstellen, dass dieser Rechner läuft – das wäre allein schon aufgrund des unnötigen Stromverbrauchs eine wenig charmante Lösung.

Die nächstbessere Option wäre es deshalb, einen Router zu verwenden, der als Datenspeicher oder wenigstens zentrale Anlaufstation für einen solchen fungiert. Das ist beispielsweise bei einer Fritzbox ziemlich einfach möglich. Der Router wird in diesem Fall zu einer Art von Mini-NAS, der dazu mit einem Speichermedium verbunden wird, beispielsweise einer externen Festplatte. Von dort können dann Speicherinhalte auf jedes im Netzwerk angeschlossene Gerät geschleust werden – in vielen Haushalten ließe sich dies sogar ohne einen einzigen Kaufvorgang von zusätzlicher Hardware bewerkstelligen. Jedoch:

  1. können auf diese Weise vornehmlich Daten im Netzwerk verteilt werden. Ein Hosting von Anwendungen ist mangels Rechenleistung dieses Setups hingegen nur schwierig bis gar nicht möglich. Es läuft also auf verschiedene Dateiformate sowie Bild und Ton hinaus.
  2. bietet ein Router in Sachen Software oftmals nicht dieselben breitgefassten Möglichkeiten wie es eine leistungsfähigere Alternative tun würde.
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Wenn es darum gehen soll, im heimischen Netzwerk neben reinen Daten auf auch zentral gehostete Anwendungen, Apps und dergleichen zuzugreifen, dann führt praktisch kein Weg an der Leistungsfähigkeit und Vielfalt eines PCs vorbei.

Letzten Endes kommt es im Höchstmaß darauf an, was das heimische Medien-Netzwerk leisten soll. Wem es beispielsweise nur darauf ankommt, Musik in sämtliche Zimmer zu streamen und mit allen Geräten auf seine Fotos zugreifen zu können, der dürfte mit dieser Option durchaus glücklich werden.

Wem es jedoch eher darum geht, neben diesem Zugriff auf zentral gespeicherte Daten ebenso verschiedene Anwendungen zwischen Bildbearbeitung und Gaming nutzen zu können, der muss etwas mehr Aufwand betreiben – und benötigt einen PC.

DER WINDOWS-PC ALS ZENTRALER SERVER FÜR MEDIEN UND ANWENDUNGEN

In diesem Sinn stellt ein eigener Windows-PC, der als zentraler Server in diesem Medien-Netzwerk ausgelegt und eingerichtet ist, die tatsächlich beste, professionellste Möglichkeit dar, um ein derartiges heimisches Netzwerk einzurichten. Die Gründe dafür sind äußerst stichhaltig:

  • Ein PC ist bereits im Grundzustand dafür gedacht, sowohl mit Daten als auch Anwendungen zu arbeiten. Es ist eben ein PC und somit ein für äußerst universelle Anwendungsfälle gedachtes System.
  • Windows als wichtigstes Betriebssystem der Welt kann mit einer extremen Vielfalt von verschiedenen Dateiformaten und Anwendungen arbeiten – und im Zweifelsfall sind die meisten nötigen Softwares entweder über den Microsoft Store oder an anderer Stelle im Netz verfügbar, teils sogar quelloffen und kostenlos.
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Charmante Lösung: PCs lassen sich sowohl fertig kaufen als auch Baustein für Baustein zu einem ganz individuellen Medien-Server zusammenstellen. Das sorgt nicht zuletzt für eine sehr lange Einsatzdauer durch die Austauschbarkeit der Elemente.
  • Der PC verfügt über eine ganze Reihe (zudem erweiterbare) Schnittstellen, wodurch er sich wiederum mit einer großen Vielfalt von Techniken zum Aufbau, Betrieb oder Erweiterung eines Netzwerks verbinden lässt – etwa ein dedizierter NAS, ein Netzwerk-Switch oder eine Hardware-Firewall.
  • Der PC kann in Sachen Hardware ganz gezielt hinsichtlich seiner Leistung konfiguriert werden. Aus demselben Grund bietet er eine Menge Raum für Updates. Er kann also mit steigenden Anforderungen durch Austausch und Erweiterung von Komponenten mitwachsen.
  • Der PC als zentrale Anlaufstelle ist eine vergleichsweise stromsparende Option, da es bei korrekter Konfiguration egal ist, welche angeschlossenen Geräte gerade laufen oder nicht.
  • Es ist durch die allgemeine Leistungsfähigkeit dieses Setups möglich, deutlich weiter zu gehen und beispielsweise diesen Rechner in einer Zweitfunktion zum Steuern von Smart-Home-Anwendungen heranzuziehen – sogar via Cortana.
  • Der PC bietet genügend Speicherplatz, Leistung und Kompatibilität, um darauf weitreichende Schutzmaßnahmen zu installieren, die letzten Endes das gesamte Netzwerk mit allen angeschlossenen Geräten absichern.

Ein auf dem PC gehostetes Videospiel auf dem Fernseher im Wohnzimmer starten, pausieren und dann in einem anderen Raum weitermachen – mit diesem Setup kein Problem, wo auf dem Smart-TV selbst nur deutlich anspruchslosere Spiele laufen könnten. Oder vielleicht auch das: Nie wieder Ärger mit den lokal gespeicherten Serien auf einem TV-Receiver, weil alle Signale zunächst über den PC laufen und dort abgelegt werden können.

Letzten Endes stellt ein PC, der als Schaltzentrale eines heimischen Medien-Netzwerks konfiguriert wird, eine gleichsam simple und professionelle All-in-One-Lösung dar.

MEDIEN-NETZWERK: DAS THEMA PC-HARDWARE

Um ein solches Netzwerk zu errichten, ist natürlich ein PC die unabdingbare Basis. Häufig werden hierfür sogar ausgediente Rechner herangezogen, die auf diese Weise ein zweites Leben erhalten. Allerdings ist dies nur dann eine Lösung, wenn das Gerät zuvor wenigstens etwas modernisiert wird. Generell sollte ein so genutzter PC folgendes mitbringen:

  • Grundsätzlich sollte es sich um einen vollwertigen PC handeln, kein Notebook. Dieses ist durch die notwendige Kompaktheit oftmals weniger leistungsfähig, lässt sich schwieriger modernisieren und Teile sind oftmals teurer. Außerdem mangelt es immer mehr modernen Notebooks aufgrund der extremen Kompaktheit an Anschlussmöglichkeiten – vielfach fällt selbst der LAN-Anschluss weg und es gibt nur wenige USB-Slots.
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Kleine und kleinste PCs können durchaus mit kräftigen Leistungen und vielfältigen Anschlussmöglichkeiten aufwarten. Allerdings ist die Auswahl von Bauteilen für diese Formfaktoren nicht so üppig wie die für Fullsize Motherboards.
  • Was den Formfaktor des Motherboards und somit des PCs an sich anbelangt, so spielen letztlich der eigene Geschmack, die Platzverhältnisse sowie die gewünschte Leistungsfähigkeit die wichtigste Rolle. Grundsätzlich benötigen Systeme im ATX-Format zwar den meisten Platz, bieten dafür aber die größtmögliche Auswahl an weiteren Hardware-Komponenten. Wer beispielsweise in seinem Medien-PC eine sehr leistungsfähige Grafikkarte installieren möchte, findet deutlich mehr Karten für das ATX-Format als für die kleineren Motherboards. Allerdings haben kleinere Rechner natürlich Vorteile aufgrund ihres geringeren Platzbedarfs – es muss daher unbedingt im Vorfeld eruiert werden, was der PC jetzt und in Zukunft können soll. Etwas Raum für weitere Ausbauten sollte es deshalb immer geben.
  • Der Rechner sollte unbedingt mit einer möglichst großen Festplatte versehen werden. Schließlich muss er letzten Endes Dateien und Anwendungen von verschiedenen Geräten auf sich vereinen können. Die maximale herkömmliche von Windows unterstützte Festplattengröße beträgt 2 Terabyte, das sollte möglichst ausgenutzt werden.
  • Bitte nicht die optischen Laufwerke vergessen. Zumindest dann, wenn der PC ebenso DVDs und Blu-rays abspielen soll, ist es natürlich nötig, ein solches Laufwerk zu integrieren.

Wichtig für alle, die sich einen solchen Rechner selbst zusammenstellen und -bauen möchten, ist überdies das Thema Netzteil und somit der Stromverbrauch. Diesbezüglich sollte die Maßregel gelten „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“.

MEDIEN-NETZWERK UND DAS THEMA NETZWERKVERBINDUNG

Ohne Verbindung mit den verschiedenen anderen Geräten im Haushalt wäre ein solcher PC nur ein äußerst leistungsfähiger Stand-Alone-Rechner. Allerdings ist es natürlich notwendig, sich zu fragen, auf welche Weise die Anbindung erfolgen soll. Diese Frage stellt sich nur bei solchen Geräten nicht, bei denen gar keine andere Möglichkeit besteht, als über WLAN zu gehen – namentlich vor allem Smartphones, Tablets, immer mehr Notebooks sowie diverse IoT-Geräte.

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Wenn es möglich ist, sollten die Verbindungen lieber auf Netzwerkkabeln statt WLAN beruhen – schon aus Gründen der Datenübertragungsqualität. Ob es jedoch derartige Unterputz-Verlegungen sein müssen, steht auf einem anderen Blatt.

Allerdings soll dies definitiv kein Aufruf sein, den Rechner per Kabel mit einem WLAN-Router zu verbinden und von dort aus generell drahtlos vorzugehen. Je größer die gewünschte Datenrate und nicht zuletzt das Thema Sicherheit, desto mehr treten die verschiedenen Vorteile einer Drahtlosverbindung gegenüber ihren Nachteilen zurück. Je nach Größe des Haushalts und nicht zuletzt seiner Konstruktion (Stichwort Wand- und Deckenmaterialien sowie deren Durchgängigkeit für Funkwellen) kann WLAN beispielsweise beim Streamen von HD-Medien schlicht nicht geeignet sein.

Wer mit dem Medien-PC eine der professionellsten Herangehensweisen überhaupt wählt, sollte bei den Verbindungen nicht weniger seriös agieren. Das heißt:

WLAN am besten nur dort, wo es unabdingbar ist, während
die restlichen Verbindungen über LAN-Kabel realisiert werden.

Natürlich bedeutet dies einen größeren Installationsaufwand. Schließlich sind nicht nur die Leitungen (unbedingt mindestens CAT 6 Leitungen als spezielle Verlegekabel verwenden) für teures Geld anzuschaffen, sie müssen überdies verlegt werden:

  • Eine Lösung, die sich nicht zuletzt für Mieter eignet, ist die Verlegung aufputz in Kabelkanälen bzw. passend konfigurierten Fußbodenleistungen. In dem Fall müssen nur dort Löcher gebohrt werden, wo die Leitungen durch Wände hindurch verlegt werden müssen – alternativ gäbe es sogar passende Tür- und Fensterdurchführungen, bei denen eine kurze Strecke über besondere Flachkabel verläuft. Überdies ist diese Vorgehensweise deutlich leichter auf- und umzubauen sowie bei einem Auszug rückzurüsten.
  • Die „sauberere“ Methode eignet sich aufgrund ihres enormen Arbeitsaufwandes eher in Situationen, in denen sowieso eine Renovierung ansteht. Die Netzwerkkabel werden, ganz ähnlich wie es mit Stromleitungen geschieht, unterputz in den Wänden installiert (unbedingt in Leerrohren und mit mindestens zehn Zentimetern Abstand zu Stromleitungen). In dem Fall dienen verschiedene Steckdosen als Abnahmestelle. Das macht dieses System (bei genügend Steckdosen) ebenfalls recht flexibel und sorgt für einen saubereren Look.

Immer laufen diese Kabel dann in mindestens einem Patchfeld zusammen (respektive gegebenenfalls mehreren, wenn die Architektur es gebietet). Auf diese Weise sollten nach Möglichkeit alle Geräte angeschlossen werden, die prinzipiell über einen Netzwerkstecker verfügen.

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Repeater halbieren zwangsläufig die Datenrate, weil sie in beide Richtungen mit dem WLAN-Router und dem Endgerät kommunizieren müssen. Per Kabel mit dem Router verbundene Access Points sind dagegen die deutlich bessere Lösung – selbst wenn die Leitung natürlich verlegt werden muss.

Übrigens sollte eine ähnliche Vorgehensweise mit (in diesem Fall weniger) Kabeln ebenfalls in Betracht gezogen werden, wenn es nicht möglich ist, mit einem WLAN-Router den gesamten Haushalt zuverlässig zu versorgen. Dann kann auf diese Weise ein Access Point an den Router angeschlossen werden – in Sachen Datenrate eine deutlich bessere Lösung als der Weg über einen Repeater oder andere funkbasierte Alternativen.

MEDIEN-NETZWERK UND DER STANDORT DES PCs

Wenn über die Netzwerkverbindung gesprochen wird, ist unabdingbar, ebenso über den Standort des PCs zu sprechen, über den dies alles läuft. In diesem Sinne bedeutet die Antwort in vielerlei Hinsicht eine „Qual der Wahl“.

Einerseits sollte der PC an einem Ort stehen, an dem er von den verschiedenen medialen Zugangspunkten in etwa gleichweit entfernt ist – schließlich benötigt er nicht nur eine Internetanbindung über den Router, sondern soll vielleicht ebenso auf direktem Weg mit dem TV-Signal von Kabel, Satellit oder terrestrischer Antenne gekoppelt werden.

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Wo der PC später stehen soll, um einen Aufgaben als Medien-Server nachzukommen, hängt im Höchstmaß von den örtlichen Gegebenheiten ab. Pauschale Antworten sind deshalb kaum möglich.

Andererseits sollte natürlich an den Bedienkomfort gedacht werden. Wer etwa regelmäßig Blu-rays nutzen möchte, der will für deren Wechsel nicht ständig beispielsweise in den Keller gehen.

Hier lässt sich nur raten, schon frühzeitig zu Projektbeginn verschiedene Standorte im eigenen Haushalt durchzuspielen. Dies ist nicht zuletzt deshalb notwendig, weil hiervon natürlich auch die Verlegung der Netzwerkkabel abhängt

WINDOWS FÜRS MEDIEN-STREAMING EINRICHTEN

Ein weiterer Grund, warum ein solcher PC eine so herausragende Option ist, um sein heimisches Medien-Netzwerk einzurichten, ist die Tatsache, dass Windows dies mit Bordmitteln auf äußerst einfache Weise unterstützt. Das dahinterstehende Zauberwort nennt sich DLNA Server – kurz für „Digital Living Network Alliance“. Dabei handelt es sich um einen Herstellerverband, der einen gemeinsamen Standard für verschiedenste Geräte vorgibt.

Prinzipiell bedeutet dies eine sehr einfache Möglichkeit, verschiedene Medien auf unterschiedliche Geräte zu streamen, ohne dazu aufwendige Schritte oder gar zusätzliche Hardware zu benötigen. Unter Windows funktioniert dies folgendermaßen:

  1. Win+I drücken,
  2. als Suchbegriff „Erweiterte Freigabeeinstellungen“ eingeben,
  3. das daraufhin aufpoppende „Erweiterte Freigabeeinstellungen verwalten“ anklicken,
  4. Im Bereich „Medienstreaming“ die „Medienstreamingoptionen auswählen“,
  5. „Medienstreaming aktivieren“ klicken,
  6. im sich anschließend öffnenden DLNA-Konfigurationsfenster die Optionen für die angeschlossenen Geräte sowie die zu streamenden Medien definieren und einstellen.

Hierin bietet sich zudem eine sehr gute Möglichkeit, die Zugriffsrechte auf die Medien innerhalb des eigenen Haushalts zu lenken – beispielsweise, damit nicht jugendgerechte Medien nicht auf die Fernseher in den Kinderzimmern gestreamt werden können.

Anschließend müssen nur noch die angeschlossenen Geräte, wie es jeweils notwendig ist, passend eingestellt werden, damit sie den PC als Quelle ihrer Inhalte nutzen. Danach kann es prinzipiell sofort losgehen. Ganz gleich, ob es sich nur um Fotos vom letzten Urlaub handelt oder um deutlich aufwendigere Medien und Anwendungen.

ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Zuhause ein Medien-Netzwerk einzurichten, um darüber Medien und Anwendungen allen angeschlossenen Geräten verfügbar zu machen, ist eine Nutzung, die sich aufgrund der schieren Fülle von netzwerkfähigen Geräten in jedem Haushalt anbietet. Schlicht, weil in diesem Fall keine Situationen mehr auftreten können, in denen Inhalte nur auf einem Gerät verfügbar sind – nicht nur eine Komfort-, sondern überdies eine Sicherheitsfrage.

Prinzipiell ist es zwar auf einem niedrigschwelligen Level möglich, dazu einen Router mit angeschlossenem Medienspeicher zu verwenden. Dies ist jedoch aufgrund der geringen Leistungsfähigkeit des Routers nur für Basisanwendungen wie das Verteilen von Medien sinnvoll.

Wenn mehr Leistung gewünscht ist und vielleicht sogar Anwendungen über das Netzwerk genutzt werden sollen, dann ist ein Windows-PC als dediziertes Herzstück eines Medien-Netzwerks die deutlich professionellere Lösung. Zwar erfordert der Aufbau eines solchen Netzwerkes etwas Aufwand, dafür jedoch ist dem Vorgehen in Sachen Leistung und Zukunftsfähigkeit keine Grenze gesetzt.