Vom PC aufs Papier

Bild von Darwin Laganzon auf Pixabay

Die Digitaltechnik revolutionierte die gesamte Medienbranche. Das betrifft unter anderem auch die Herstellung diverser Drucksachen. Der Digitaldruck ersetzt immer mehr das Offset-Verfahren und bietet hier auch klare Vorteile hinsichtlich der sparsamen Verwendung kostbarer Ressourcen.

Die neue Methode ermöglicht die Übertragung eines am Bildschirm gestalteten Designs direkt auf das Papier. Dank einer Vielzahl an Gestaltungsprogrammen gelingt es sogar dem Laien, optisch anspruchsvolle und durchaus professionell wirkende Produkte zu kreieren.

Sparsam und zweckgebunden

Ein großer Vorteil der digitalen Drucktechnik ist die Sparsamkeit. Das betrifft vor allem den Papierverbrauch, denn gedruckt wird nur das, was man wirklich benötigt. Während zu viel produzierte Drucksachen im Offset-Verfahren oft übrig bleiben, erfolgt der Digitaldruck auf Abruf in der gewünschten Menge. Es ist sogar möglich, einzelne Exemplare oder sehr kleine Auflagen kostengünstig anzufertigen.

Das ist in der heutigen Zeit immer wichtiger, denn Papier wird immer knapper und infolgedessen auch teurer. Drucksachen gezielt in der wirklich benötigten Menge im Digitaldruckverfahren herzustellen, kommt den Anforderungen unserer modernen Zeit am ehesten entgegen. Fehlen einzelne Exemplare, dann lassen sie sich problemlos nachbestellen. Das Besondere am Digitaldruck ist, dass sich nicht nur Papier, sondern auch viele andere Gegenstände mit den am PC erstellten Vorlagen bedrucken lassen. Besonders beliebt ist zum Beispiel die Herstellung personalisierter Textilien und Tassen. Selbst das Gestalten von Memory- und Puzzle-Spielen lässt sich problemlos realisieren.

Ein individuelles Druckdesign

Ein weiterer Vorteil ist weniger der Digitaldrucktechnik an sich, sondern vielmehr der Software geschuldet. Inzwischen ist es auch dem Laien möglich, ein professionell wirkendes Design zu erstellen. Wer einen eigenen Drucker besitzt, kann die Eigenkreationen sogar selbst zu Papier bringen. Er muss hierfür nur Toner oder Tinte kaufen.

Vieldrucker profitieren von den günstigen Anschaffungskosten für einen Tintenstrahldrucker. Dieser speist sich aus flüssiger Farbtinte. Die Patronen lassen sich einzeln austauschen. Wenigdrucker kaufen besser ein Lasergerät mit Tonerkartusche. Der Toner ist ein Pulver, das demzufolge nicht eintrocknet. Bleibt ein Tintenstrahldrucker längere Zeit ungenutzt, dann trocknen die Farben und auch der Druckkopf ein und das Gerät erleidet Schaden. Beim Laserdrucker ist das nicht so. Er kann beliebig lange ungenutzt stehen, ohne dass er deshalb kaputt geht.

Doch wie dem auch sei, die derzeit zur Verfügung stehenden Bild- und Grafikprogramme bieten bislang ungeahnte Möglichkeiten, die Kreativität am PC auszuleben und wunderschöne Drucksachen zu gestalten. Im Handumdrehen entstehen geschmackvolle Arrangements. Es macht Spaß, Gruß- und Glückwunschkarten, aber auch Einladungen selbst am PC zu gestalten und hierfür auch eigene Fotos und Grafiken zu verwenden. Mithilfe moderner Design-Tools gelingen die schönsten Sachen. Es ist zum Beispiel auch möglich, eigene Fotobücher online zu gestalten und einen Druckauftrag zu erteilen. Ohnehin bieten sich Autoren und Fotografen fantastische Möglichkeiten. Book-on-Demand ist ein kostengünstiges Verfahren ohne großes Risiko.

Wie im Digitaldruck üblich, kommt nur das in den Druck, was auch wirklich bestellt ist. Die Anfertigung einzelner Bücher erfolgt ohne erhebliche Mehrkosten. Das Drucken großer Auflagen entfällt und somit auch das Risiko, zu viel hergestellte Exemplare nicht verkaufen zu können. Bücher im Selbstverlag herauszugeben, ist deshalb einfacher als je zuvor, und sei es nur eine Familienchronik für private Zwecke.

Fazit:

Die Digitalisierung ist kein Gegenspieler der Printmedien. Ganz im Gegenteil, denn die Digitaltechnik revolutioniert den Druck nachhaltig und eröffnet gerade im Printbereich ungeahnte Chancen.

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