Was macht eine gute CPU aus?

Ohne CPU wäre ein Computer nutzlos. Der Hauptprozessor (Central Processing Unit) ist für die Kontrolle, Regelung und Steuerung anderer Bausteine und Hardwarekomponenten zuständig. Seine Leistung ist entscheidend für die Leistung des gesamten Systems. Die auf dem Markt erhältlichen Modelle unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf ihren Preis, sondern auch in Bezug auf wesentliche Merkmale wie Kerne und Taktraten. Ob ein Prozessor zu Ihnen passt oder nicht, hängt – grob vereinfacht – von einer einzigen Frage ab: Für welchen Zweck möchten Sie Ihren PC nutzen?

AMD oder Intel – eine Glaubensfrage

Wenn es um die Anschaffung einer CPU gibt, bleiben Ihnen zunächst nur zwei Optionen: Sie können sich für einen Prozessor von AMD entscheiden oder ein Modell aus dem Hause Intel wählen. Beide Hersteller haben verschiedene Prozessoren für jeden Leistungsbereich im Angebot. Lange Zeit hatten Intel-CPUs die Nase vorn. Mit der Produktion der modernen Ryzen-Prozessoren, wie den AMD Ryzen 3000 gelang es AMD, den Rückstand aufzuholen. Heute sind die CPUs beider Hersteller salonfähig und überzeugen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Die wichtigste Kennzahl: Leistung

Die Prozessorleistung setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Von entscheidender Bedeutung ist die Anzahl der Kerne: Sie gibt Auskunft darüber, wie viele Aufgaben der Prozessor parallel bearbeiten kann. Moderne CPUs sind darüber hinaus technologisch in der Lage, mehrere Aufgaben gleichzeitig mit nur einem Kern zu erledigen. Im Rahmen des sogenannten Hyper-Threadings (Intel) beziehungsweise Simultaneous Multithreadings (AMD) zeigen sie dem Betriebssystem mehr Kerne als tatsächlich vorhanden – und ermöglichen so eine bessere Auslastung der CPU. Auch die Taktrate ist maßgeblich für die Prozessorleistung. Sie beschreibt die Zahl der Schwingungen, die eine CPU pro Sekunde verarbeiten kann und wird in Gigahertz (GHz) oder Megahertz (MHz) angegeben. Grundsätzlich zeichnen sich bessere Prozessoren durch eine höhere Taktrate aus. Auf ihren Datenblättern beziffern die Hersteller allerdings oftmals nur die maximale Taktrate. Diese Werte lassen sich im Alltag nicht dauerhaft aufrechthalten. Wichtiger ist daher die Basis- oder Standardtaktrate. Ob und wie lange die CPU über dieser Leistung arbeiten kann, ist vor allem von der Kühlung abhängig.

Um eine reibungslose Nutzung des Betriebssystems Windows 10 zu gewähren, hat Microsoft Ende vergangenen Jahres die Anforderungen an die CPUs aktualisiert. Die Version Windows 10 1903 wird nur noch AMD Prozessoren ab der siebten Generation unterstützt. Bei Intel-Chips werden unter anderem die Modellreihen i3-, i5-, i7- und i9-10XXX unterstützt.

Die Bedeutung der Kühlleistung

Prozessoren verwandeln einen großen Teil der Energie in Wärme. Diese Abwärme kann zu einer Überhitzung führen, die Fehlfunktionen oder gar die Zerstörung der CPU nach sich ziehen kann. Aus diesem Grund ist eine zusätzliche Kühlung bei modernen Computern unerlässlich. Im normalen Betrieb reicht eine Kühlleistung von bis zu 105 Watt in der Regel aus. Es gibt aber auch Chips, die unter Last bis zu 250 Watt benötigen.

Benchmarks und technische Daten

Grundsätzlich lassen sich aus Benchmarks und technischen Daten viele nützliche Informationen ablesen. Eine genaue Einschätzung der Prozessorleistung setzt allerdings ein gewisses Verständnis der Mikroarchitektur und der damit verbundenen Features voraus. Ohne dieses Wissen ist lediglich eine grobe Einschätzung möglich.

Tipps für den Prozessor-Kauf

Viele Kerne und eine hohe Taktrate können von Vorteil sein, verursachen allerdings höhere Kosten. Welche Leistung sinnvoll ist, hängt maßgeblich von der geplanten Nutzung ab. Möchten Sie mit Ihrem Computer lediglich im Internet surfen, reichen meist schon günstige CPUs mit zwei Kernen. Gleiches gilt für Office-Anwendungen. Aktuelle PC-Spiele setzen mindestens vier Kerne voraus. Zukunftssicher sind in diesem Kontext jedoch nur Prozessoren mit sechs oder acht Kernen. Verwenden Sie bestimmte Programme, lohnt sich ein Blick auf die Angaben des Herstellers: Hier finden Sie Informationen darüber, wie viele Kerne die Anwendung nutzen kann.

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