Wer die CPU Temperatur unter Windows anzeigen möchte, merkt schnell, dass Windows diese Werte oft nicht direkt bereitstellt. Am zuverlässigsten funktioniert die Anzeige meist mit Tools wie HWiNFO. In dieser Anleitung zeigen wir Dir, wie Du die CPU-Temperatur unter Windows prüfen kannst, welche Methoden sinnvoll sind und ab wann eine CPU zu heiß wird.

Verwende die vorhandene Hardware zur Temperaturabfrage

Folgende Möglichkeiten stehen Dir bei den meisten PCs von Haus aus zur Verfügung:

  1. BIOS/UEFI: Viele moderne Motherboards bieten im BIOS (oder UEFI) eine integrierte Funktion, um CPU-Temperaturen und andere Systemparameter anzuzeigen. Um darauf zuzugreifen, starte deinen Computer neu und drücke während des Bootvorgangs eine der angegebenen Tasten (häufig Del, F2 oder F10), um das BIOS/UEFI aufzurufen. Hier findest du normalerweise Abschnitte mit Informationen über die CPU und deren Temperaturwerte.
  2. Hardware-Monitoring-Tools: Einige Motherboards kommen mit mitgelieferter Software, die es dir ermöglicht, die Temperaturwerte direkt in Windows anzuzeigen. Beliebte Hersteller wie ASUS, MSI oder Gigabyte bieten oft solche Tools an. Prüfe die Website des Motherboard-Herstellers, um die entsprechende Software zu finden und zu installieren.
  3. Drittanbieter-Hardware-Monitoring-Programme: Es gibt auch spezialisierte Programme von Drittanbietern, die CPU-Temperaturen auslesen können. Diese Monitoring Programme bieten oft erweiterte Funktionen und detaillierte Informationen über deine Hardware. Beispiele für solche Programme sind HWiNFO, CPU-Z und HWMonitor.

Bestes Tool um sich die CPU Temperatur unter Windows anzeigen zu lassen

HWiNFO:

HWiNFO ist ein umfassendes Hardware-Überwachungsprogramm, das detaillierte Informationen über die CPU, GPU, Festplatten, Mainboard und andere Komponenten deines Systems bietet. Es ist unserer Meinung nach das Tool, welches die besten Ergebnisse erzielt. Es unterstützt auch das Auslesen von Sensoren, einschließlich der CPU-Temperatur und der Temperaturen anderer Hardwarekomponenten. Die Software bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und ist für den privaten Gebrauch kostenlos verfügbar.

Website: https://www.hwinfo.com/

HWINFO64

Weitere CPU Temperatur Tools

Hier nachfolgend noch weitere Tools, die Euch die CPU Temperaturen anzeigen können.

  • Open Hardware Monitor: Dies ist eine beliebte kostenlose Software zur Überwachung von Hardwareparametern, einschließlich der CPU-Temperatur. Lade das Programm von der offiziellen Website herunter, installiere es und starte es. Es zeigt detaillierte Informationen zur CPU, den Kernen, dem Mainboard und anderen Komponenten an.
  • Core Temp: Ein weiteres bekanntes und kostenloses Tool, das speziell für die Anzeige der CPU-Temperatur entwickelt wurde. Core Temp zeigt die Temperatur jedes CPU-Kerns sowie Zusatzinformationen wie Taktfrequenz und Auslastung an.
  • CPU-Z ist ein weiteres Tool, das speziell für die Anzeige von Informationen über die CPU, den Arbeitsspeicher und das Mainboard entwickelt wurde. Es ist in der Lage, grundlegende CPU-Temperaturdaten anzuzeigen, jedoch mit weniger Details im Vergleich zu spezialisierten Überwachungstools. CPU-Z ist kostenlos und einfach zu verwenden. Website: https://www.cpuid.com/softwares/cpu-z.html
  • MSI Afterburner ist eigentlich ein Overclocking-Tool für Grafikkarten, aber es bietet auch eine umfassende Überwachungsfunktion für GPU-Temperaturen und andere Grafikkartenparameter. Es unterstützt viele Modelle von NVIDIA und AMD Grafikkarten. Website: https://www.msi.com/page/afterburner

CPU Temperatur über den Windows Task-Manager abfragen

Windows verfügt über einen integrierten Task-Manager, der grundlegende Informationen zur CPU-Auslastung und in manchen Fällen auch Temperaturwerte anzeigen kann.

Allerdings funktioniert diese Temperaturabfrage nicht immer zuverlässig. Um zu testen, ob Dein PC diese CPU Information bereitstellt, drücke bitte die TastenkombinationStrg + Umschalt + Esc“ oder klicke mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste und wähle „Task-Manager“ aus. Klicke auf die Registerkarte „Leistung“ und dort auf „CPU„.

Für eine zuverlässige CPU Temperaturanzeige sind daher spezielle Tools wie HWiNFO oder Core Temp meist die bessere Wahl.

Windows Taskmanager CPU Info

Grafikkarten-Temperatur anzeigen

Die GPU (Grafikprozessor) ist ein weiterer wichtiger Bestandteil, dessen Temperatur überwacht werden sollte, besonders wenn du grafikaufwändige Anwendungen oder Spiele verwendest.

  1. Hersteller-Software: Grafikkartenhersteller wie NVIDIA und AMD bieten eigene Software zur Überwachung und Steuerung ihrer Grafikkarten an. Beispiele dafür sind NVIDIA GeForce Experience und AMD Radeon Software. Diese Programme liefern neben der Temperatur auch Informationen zu Taktraten, Speicherauslastung und Lüftergeschwindigkeit.
  2. Drittanbieter-Software: Es gibt auch Drittanbieter-Tools wie MSI Afterburner und EVGA Precision X1, die mit vielen Grafikkarten kompatibel sind und erweiterte Überwachungs- und Steuerungsfunktionen bieten.

CPU Temperatur per WMIC auslesen

Eine sehr einfache, wenn auch nicht besonders elegante Lösung ist das Auslesen der CPU Informationen per WMIC Befehl. Dazu müsst Ihr einfach eine Eingabeaufforderung oder ein Windows Terminal als Administrator starten und den folgenden Befehl absetzen.

wmic /namespace:\\root\wmi PATH MSAcpi_ThermalZoneTemperature get CurrentTemperature

WMIC CPU Temperatur

Die WMIC-Abfrage ist eher eine ältere Notlösung und liefert nicht auf jedem System verlässliche Temperaturwerte. Je nach Hardware und Sensor-Unterstützung können die ausgegebenen Werte ungenau oder missverständlich sein. Für eine zuverlässige CPU-Temperaturanzeige sind Tools wie HWiNFO meist die bessere Wahl.

Temperatur per Powershell auslesen?

Du kannst die Temperatur deiner CPU auch per Powershell auslesen. Allerdings ist zu beachten, dass dies nicht direkt von Powershell unterstützt wird, da es sich um eine hardwarenahe Funktion handelt. Stattdessen benötigst du ein Drittanbieter-Tool oder eine spezielle Powershell-Modul-Erweiterung, die Zugriff auf die erforderlichen Hardwareinformationen bietet.

Ein bekanntes Drittanbieter-Tool, das du in Powershell verwenden kannst, ist das Open Hardware Monitor (OHM). Dieses Tool bietet eine Schnittstelle (HTTP-Server) zur Abfrage von Hardwareinformationen wie CPU-Temperaturen. Hier ist ein Beispiel, wie du die CPU-Temperatur mit Powershell und OHM auslesen kannst:

  1. Open Hardware Monitor installieren:
  2. Powershell-Modul: PSOHM:
Install-Module -Name PSOHM -Scope CurrentUser

Powershell-Code:

# Importiere das PSOHM-Modul
Import-Module PSOHM

# Starte den Open Hardware Monitor-Server (Hinweis: Überprüfe den Pfad, wenn notwendig)
Start-OHM

# Warte einen Moment, um sicherzustellen, dass der Server gestartet wurde
Start-Sleep -Seconds 5

# Hole die Hardwareinformationen vom Open Hardware Monitor-Server ab
$hardwareInfo = Get-OHMHardware

# Suche nach den CPU-Temperaturwerten und gib sie aus
$cpuTemperatures = $hardwareInfo.Sensors | Where-Object { $_.SensorType -eq 'Temperature' -and $_.Name -like 'CPU Core*' }
$cpuTemperatures | ForEach-Object { Write-Output "CPU Core $($_.Index): $($_.Value) °C" }

# Stoppe den Open Hardware Monitor-Server, wenn du fertig bist
Stop-OHM

Bitte beachte, dass die Verfügbarkeit und Funktionalität von Drittanbieter-Tools und Powershell-Modulen von der Aktualität, Kompatibilität und Unterstützung durch die Entwickler abhängen kann. Es ist daher ratsam, sicherzustellen, dass die von dir verwendeten Tools zuverlässig und sicher sind.

Alternativ könntest du auch in Betracht ziehen, auf die zuvor erwähnten hardwarenahen oder softwarebasierten Methoden zur Temperaturüberwachung zurückzugreifen, wenn du keine Drittanbieter-Tools verwenden möchtest.

CPU Temperatur anzeigen FAQ

CPU Temperatur anzeigen FAQ

Hier nach ein paar Fragen, die wir Euch in Zusammenhang mit der CPU Temperatur beantworten wollen:

Wie kann ich die CPU Temperatur unter Windows 11 oder Windows 10 sehen?

In der Regel geht es am schnellsten über den Windows Taskmanager oder über die WMIC Abfrage über die CMD Kommandozeile. Wem diese Informationen nicht ausreichen, sollte evtl. freie oder kostenlose Tools verwenden.

Warum zeigt Windows oft keine CPU Temperatur an?

Windows zeigt die CPU Temperatur oft nicht direkt an, weil das Betriebssystem diese Werte nicht bei jeder Hardware standardisiert auslesen kann. Die eigentlichen Temperatursensoren sitzen in der CPU, im Mainboard oder werden über den Chipsatz bereitgestellt. Ob und wie diese Daten an Windows weitergegeben werden, hängt stark vom Mainboard, BIOS bzw. UEFI, den Treibern und dem jeweiligen Sensor-Controller ab.

Deshalb kann es sein, dass ein Tool wie HWiNFO oder Core Temp die Temperatur problemlos anzeigt, während Windows selbst oder der Task-Manager keinen Wert liefert. Dazu kommt, dass manche Sensoren nur unvollständige oder ungenaue Daten bereitstellen. Genau deshalb sind spezielle Hardware-Tools in der Praxis meist deutlich zuverlässiger als Windows-Bordmittel.

Welche Temperatur ist normal und ab wann ist es zu heiß?

Eine normale CPU Temperatur hängt immer von Prozessor, Kühler, Gehäusebelüftung und Auslastung ab. Im Leerlauf liegen viele CPUs oft ungefähr zwischen 30 und 50 Grad, unter normaler Last häufig zwischen 50 und 75 Grad. Bei Spielen oder aufwendigen Programmen sind auch 80 Grad noch nicht automatisch kritisch.

Wirklich zu heiß wird es meist dann, wenn die CPU dauerhaft in den Bereich von etwa 90 Grad oder mehr kommt. Spätestens dann sollte man genauer hinschauen, weil moderne Prozessoren zwar Schutzmechanismen haben und sich selbst drosseln, hohe Temperaturen auf Dauer aber Leistung kosten und auf ein Kühlungsproblem hinweisen können.

Fazit

Es ist gar nicht so einfach, sich die genaue Windows CPU Temperatur anzeigen zu lassen. Oftmals unterstützt die Hardware bzw. die CPU nicht die Herausgabe der genauen Temperatur. Ob dies bei Euch funktioniert, müsst Ihr ausprobieren. Genügend Möglichkeiten haben wir Euch vorgestellt. Solltet Ihr noch weitere kennen, so würden wir uns über einen entsprechenden Hinweis freuen und wir würden dies dann in dieser Anleitung noch ergänzen.

– Powershell-Befehl „foreach“
– Mainboard-Größen (ATX, ITX)