Microsoft hat am 14. Juli 2026 das kumulative Sicherheitsupdate KB5101650 für Windows 11 veröffentlicht. Das Update richtet sich an Windows 11 Version 24H2 und Windows 11 Version 25H2. Neben aktuellen Sicherheitskorrekturen enthält es zahlreiche Verbesserungen für den Datei Explorer, Bluetooth, OneDrive, Netzwerke, Drucker, Remote Desktop und die Windows Wiederherstellung.
ACHTUNG: Eine wichtige Einschränkung gibt es allerdings für bestimmte Dell Geräte mit Intel Prozessor. Microsoft verteilt KB5101650 auf diesen Computern vorerst nicht, weil eine Treiberunverträglichkeit zu unerwarteten Abschaltungen, hoher Wärmeentwicklung, schlechter Leistung und erhöhtem Akkuverbrauch führen kann.
KB5101650 auf einen Blick
| Veröffentlichung | 14. Juli 2026 |
| Update Typ | Kumulatives Sicherheitsupdate |
| Windows 11 Version 24H2 | Build 26100.8875 |
| Windows 11 Version 25H2 | Build 26200.8875 |
| Architekturen | x64 und ARM64 |
| Neustart erforderlich | In der Regel ja |
| Verteilung | Windows Update, Windows Update for Business, WSUS und Microsoft Update Catalog |
KB5101650 ist ein kumulatives Update. Du musst vorherige Monatsupdates deshalb normalerweise nicht einzeln installieren. Windows lädt nur die Komponenten herunter, die auf Deinem PC noch fehlen.
Eine Übersicht über weitere Aktualisierungen findest Du in unserer Windows 11 Update Übersicht.
Für welche Windows Versionen ist KB5101650 verfügbar?
Das Update wird für folgende Windows Versionen angeboten:
- Windows 11 Version 24H2 Home
- Windows 11 Version 24H2 Pro
- Windows 11 Version 24H2 Enterprise
- Windows 11 Version 24H2 Education
- Windows 11 Version 25H2 in allen unterstützten Editionen
Windows 11 Version 23H2 erhält KB5101650 nicht. Für diese Version hat Microsoft am Juli Patchday das separate Update KB5099414 veröffentlicht.
Auch Windows 11 Version 26H1 verwendet ein anderes Update. Du solltest deshalb vor einem manuellen Download prüfen, welche Windows Version auf Deinem PC installiert ist. Das funktioniert am schnellsten über den Befehl winver. Weitere Möglichkeiten zeigen wir Dir in der Anleitung Welches Windows habe ich?.
Neue Buildnummer nach der Installation
Nach einer erfolgreichen Installation gelten folgende Buildnummern:
- Windows 11 Version 24H2: 26100.8875
- Windows 11 Version 25H2: 26200.8875
Drücke zur Kontrolle die Tastenkombination Windows-Taste + R, gib winver ein und bestätige mit Enter. Im geöffneten Fenster werden die installierte Windows Version und die aktuelle Buildnummer angezeigt.
Alternativ kannst Du den Windows Updateverlauf öffnen und dort nach KB5101650 suchen.

ACHTUNG: Update KB5101650 NICHT auf Dell PCs installieren!
Microsoft verteilt KB5101650 vorübergehend nicht an eine begrenzte Anzahl bestimmter Dell Geräte mit Intel Prozessor. Dabei handelt es sich nicht um eine allgemeine Rücknahme des Updates. Die Sperre gilt nur für Geräte, auf denen Microsoft und Dell eine konkrete Treiberunverträglichkeit erkannt haben.
Betroffen ist der Intel Innovation Platform Framework Processor Participant Treiber. Dieser kann mit einer neuen Windows Schnittstelle für die Verwaltung von USB-C Verbindungen in Konflikt geraten.
Mögliche Auswirkungen sind:
- Unerwartete Abschaltungen des Computers
- Spürbar schlechtere Systemleistung
- Ungewöhnlich hohe Wärmeentwicklung
- Schneller sinkender Akkustand
- Ein gelbes Warnsymbol im Geräte Manager
Das zugrunde liegende Problem wurde bereits im Zusammenhang mit dem optionalen Vorschauupdate KB5095093 erkannt. KB5101650 wird deshalb auf Geräten mit der betroffenen Kombination aus Dell Hardware und Intel Treiber nicht automatisch angeboten.
Was solltest Du auf einem Dell PC tun?
Wird KB5101650 auf Deinem Dell Computer nicht angezeigt, solltest Du das Update nicht manuell erzwingen. Die fehlende Anzeige kann eine bewusst gesetzte Schutzsperre von Microsoft sein.
Prüfe stattdessen regelmäßig:
- Windows Update auf neue Aktualisierungen
- Dell SupportAssist auf neue Treiber
- Die Dell Supportseite auf BIOS und Chipsatz Updates
- Den Geräte Manager auf Warnsymbole
Öffne den Geräte Manager und kontrolliere insbesondere den Bereich Systemgeräte. Ein gelbes Ausrufezeichen beim Intel Innovation Platform Framework Processor Participant kann auf das bekannte Problem hinweisen.
Microsoft und Dell arbeiten nach eigenen Angaben an einer Lösung. Sobald passende Treiber oder eine korrigierte Updateversion bereitstehen, soll die Schutzsperre wieder entfernt werden.
Welche Sicherheitsverbesserungen enthält KB5101650?
KB5101650 ist ein verpflichtendes Sicherheitsupdate. Es enthält die Sicherheitskorrekturen des Microsoft Patchdays vom Juli 2026 sowie zusätzliche Systemhärtungen.
Eine vollständige technische Aufstellung veröffentlicht Microsoft im Security Update Guide für Juli 2026.
Weitere Verteilung der neuen Secure Boot Zertifikate
Microsoft erweitert mit KB5101650 die Erkennung geeigneter Geräte, die automatisch neue Secure Boot Zertifikate erhalten können. Hintergrund ist das Auslaufen älterer Zertifikate, die seit vielen Jahren für die sichere Prüfung des Windows Startvorgangs verwendet werden.
Die Umstellung erfolgt kontrolliert und nicht gleichzeitig auf allen Computern. Windows berücksichtigt dabei verschiedene Zuverlässigkeitssignale des jeweiligen Geräts.
Was sich hinter der Umstellung verbirgt und wie Du Deinen Status kontrollierst, erklären wir ausführlich im Beitrag Secure Boot Zertifikate 2026 prüfen und aktualisieren.
Während der Aktualisierung der Secure Boot Zertifikate kann bei einigen Geräten ein zusätzlicher Neustart erforderlich sein. Das ist nicht automatisch ein Hinweis auf einen Updatefehler.
curl wird auf Version 8.21.0 aktualisiert
Das in Windows integrierte Kommandozeilenwerkzeug curl wird durch KB5101650 auf Version 8.21.0 aktualisiert. Die neue Version enthält Sicherheitsverbesserungen für verschlüsselte und unverschlüsselte Datenübertragungen.
Curl wird nicht nur von Administratoren direkt verwendet. Auch Skripte, Entwicklungswerkzeuge und andere Anwendungen können im Hintergrund auf die Windows Version von curl zugreifen.
Mehr Sicherheit für Remote Desktop Dateien
Microsoft erweitert die Sicherheitsfunktionen für signierte RDP Dateien. Vertrauenswürdige Herausgeber können nun über SHA-2 Zertifikatfingerabdrücke erkannt werden.
Die ältere Unterstützung für SHA-1 bleibt vorerst aus Kompatibilitätsgründen bestehen. Microsoft plant jedoch, diese später zu entfernen. Unternehmen sollten deshalb auf SHA-256 oder einen stärkeren Algorithmus umstellen.
Microsoft stellt dazu eine eigene Anleitung für die Absicherung von RDP Dateien per Gruppenrichtlinie bereit.
Änderung für ältere TDI Netzwerktreiber
KB5101650 setzt eine neue Sicherheitsprüfung für ältere Transport Driver Interface Komponenten durch. Anwendungen, die Netzwerkverbindungen über nicht registrierte TDI Treiber herstellen, können nach dem Update nicht mehr funktionieren.
Für normale Privatnutzer dürfte diese Änderung kaum auffallen. In Unternehmensumgebungen können jedoch ältere VPN Programme, Sicherheitslösungen oder spezielle Netzwerkanwendungen betroffen sein.
Microsoft protokolliert einen erkannten nicht registrierten TDI Anbieter im Systemprotokoll mit der Ereignis ID 16003. Weitere technische Informationen findest Du in der Microsoft Dokumentation zu TDI Transporten.
KB5101650 behebt Probleme mit Office Anwendungen
Nach dem Sicherheitsupdate KB5094126 vom Juni 2026 konnten bestimmte Programme Microsoft Office nicht mehr korrekt starten. Betroffen waren Anwendungen, die über OLE Automation auf Word, Excel, PowerPoint, Access oder andere Office Komponenten zugreifen.
Dabei konnte es vorkommen, dass:
- Word aus einem Drittanbieterprogramm nicht geöffnet wurde
- Excel Dateien ohne Fehlermeldung nicht erschienen
- Dokumente nicht an Office übergeben wurden
- Eine auf Office basierende Fachanwendung nicht mehr reagierte
KB5101650 behebt dieses Problem. Das ist vor allem für Unternehmen wichtig, die Buchhaltungssoftware, Dokumentenmanagementsysteme, Praxisprogramme oder andere Fachanwendungen mit Office Anbindung einsetzen.
Weitere Informationen zum vorherigen Monatsupdate findest Du in unserem Beitrag zum Windows 11 Update KB5094126.
Verbesserungen für Datei Explorer und OneDrive
Ein großer Teil der Qualitätsverbesserungen betrifft den Datei Explorer. Microsoft verbessert dessen Startgeschwindigkeit, Stabilität und Reaktionszeit.
KB5101650 enthält unter anderem folgende Änderungen:
- Datenträgerabbilder sollen schneller eingebunden werden
- Die Adressleiste verarbeitet bestimmte Pfadangaben zuverlässiger
- Vorschläge in der Adressleiste schließen sich nach einer Auswahl korrekt
- Doppelte OneDrive Dateien in den Favoriten werden verhindert
- Das Umbenennen von Dateien und Ordnern wurde verbessert
- Änderungen der Groß und Kleinschreibung werden zuverlässiger angezeigt
- Die Navigation zur Startseite während einer OneDrive Synchronisierung wurde stabilisiert
- Leere oder graue Symbole in der Taskleiste sollen seltener auftreten
Zusätzlich behebt Microsoft ein Problem mit der OneDrive Verknüpfung im Datei Explorer. Diese konnte ausfallen, wenn der Explorer mit administrativen Rechten gestartet wurde.
Bei allgemeinen Synchronisierungsproblemen hilft Dir unsere Anleitung zum OneDrive synchronisieren. Reagiert der Datei Explorer weiterhin nicht zuverlässig, findest Du weitere Lösungswege im Beitrag Windows Explorer hängt sich auf.
Neue Wiederherstellungsfunktion für Windows
Mit den in KB5101650 enthaltenen Neuerungen führt Microsoft eine Point in Time Restore Funktion ein. Sie soll den Computer auf einen kürzlich automatisch gespeicherten Zustand zurücksetzen können.
Dabei können nicht nur Windows Einstellungen, sondern auch installierte Apps und persönliche Dateien berücksichtigt werden. Die Funktion soll die Wiederherstellung nach fehlgeschlagenen Änderungen vereinfachen und Ausfallzeiten reduzieren.
Microsoft verteilt diese Funktion schrittweise. Sie muss deshalb nicht sofort auf jedem Computer sichtbar sein.
Die klassische Systemwiederherstellung bleibt weiterhin verfügbar. Vor größeren Änderungen kannst Du vorsorglich einen Restore Point unter Windows erstellen.
Windows Updates über einen Kalender pausieren
Windows Update erhält eine neue Kalenderansicht zum Pausieren von Updates. Statt nur eine feste Anzahl von Tagen auszuwählen, kannst Du ein Enddatum festlegen.
Updates lassen sich für bis zu 35 Tage pausieren. Nach Ablauf der Pause kannst Du ein neues Datum auswählen, sofern Windows die erforderlichen Aktualisierungen inzwischen installiert hat.
Die Funktion findest Du unter:
Einstellungen > Windows Update
Eine dauerhaft unterbrochene Updateinstallation ist nicht empfehlenswert. Sicherheitsupdates wie KB5101650 schließen Schwachstellen und sollten nach einer kurzen Testphase installiert werden.
Bluetooth, Audio und Smartphone Verbindung werden zuverlässiger
Microsoft hat mit KB5101650 mehrere Bluetooth Probleme behoben. Besonders Nutzer von Bluetooth Headsets und modernen LE Audio Geräten sollen davon profitieren.
Zu den Änderungen gehören:
- Schnellere Wiederverbindung nach dem Ruhezustand
- Stabilere Bluetooth Telefonate
- Bessere Synchronisierung der Mikrofon Stummschaltung
- Verbesserte Erkennung bestimmter AirPods Modelle
- Zuverlässigeres Mikrofon bei Beats Studio Pro Kopfhörern
- Weniger Verbindungsabbrüche bei LE Audio Geräten
- Stabilere Bluetooth Einstellungen
- Weniger Bluescreens im Zusammenhang mit bestimmten Treibern
Auch die Audioübergabe zwischen einem verbundenen Smartphone und dem PC wurde verbessert. Bei ausgehenden Gesprächen bleibt der Ton zunächst auf dem Telefon und wechselt erst zum PC, wenn Du den Anruf dort annimmst.
Sollte Bluetooth auf Deinem Computer vollständig fehlen oder deaktiviert sein, hilft Dir unsere Anleitung zum Aktivieren von Bluetooth unter Windows.
Verbesserungen für Netzwerk, VPN, Hyper-V und WSL
KB5101650 enthält umfangreiche Änderungen am Windows Netzwerkstack. Microsoft möchte damit Abstürze, Verbindungsprobleme und Fehler nach einem Upgrade reduzieren.
Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören:
- Weniger Bluescreens im Zusammenhang mit der WLAN Energieverwaltung
- Zuverlässigere Mobilfunkverbindungen
- Bessere Unterstützung für IPv6 VPN Verbindungen
- Verbesserte Kompatibilität mit VPN Software von Drittanbietern
- Netzwerkadapter Einstellungen bleiben bei Upgrades zuverlässiger erhalten
- Verbesserungen für SR-IOV in virtualisierten Umgebungen
- Korrekturen für verschachtelte Hyper-V Umgebungen
- Bessere WSL Nutzung im gespiegelten Netzwerkmodus zusammen mit VPN Verbindungen
Für Administratoren ist außerdem die verbesserte Netlogon Kommunikation interessant. Mitgliedsserver können zuverlässiger sichere Kanäle zu älteren Domänencontrollern aufbauen, die vor 2025 eingerichtet wurden.
Neue Drucker verwenden bevorzugt IPP
Bei neuen Druckerinstallationen setzt Windows bevorzugt auf das Internet Printing Protocol, sofern der Drucker diese Technik unterstützt. IPP soll die Einrichtung vereinfachen und die Abhängigkeit von herstellerspezifischen Druckertreibern reduzieren.
Microsoft bezeichnet diesen Ansatz als Windows Ready Print. Das Verhalten lässt sich in den Einstellungen kontrollieren:
Einstellungen > Bluetooth und Geräte > Drucker und Scanner
Dort findest Du die Option, neue Drucker standardmäßig über Windows Ready Print zu installieren.
Bereits eingerichtete Drucker werden durch diese Änderung normalerweise nicht automatisch neu konfiguriert.
Weitere Neuerungen in KB5101650
Das Update enthält außerdem kleinere funktionale Änderungen:
- Widgets öffnen sich standardmäßig nicht mehr beim Überfahren mit der Maus
- Widget Benachrichtigungen sollen weniger störend sein
- Die Bildschirmlupe erhält genauere Zoomstufen
- Eine neue Bildschirmtönung kann die Lesbarkeit verbessern
- Die rechte Klickzone bestimmter Touchpads lässt sich anpassen
- Benachrichtigungszähler von Teams und WhatsApp werden zuverlässiger aktualisiert
- Der Speicherverbrauch der Datei CapabilityAccessManager.db-wal wurde verbessert
- GIFs in der Emoji Auswahl werden nun über GIPHY bereitgestellt
- Die Stabilität des integrierten HD Audio Treibers wurde verbessert
Auf geeigneten Copilot+ PCs werden außerdem die KI Komponenten Image Search, Content Extraction, Semantic Analysis und Settings Model auf Version 1.2605.856.0 aktualisiert.
Die verbesserte Spracheingabe für Deutsch, Französisch und Spanisch ist ebenfalls für Copilot+ PCs vorgesehen. Dabei kann Windows Grammatik, Satzzeichen und Erkennungsfehler während des Diktierens korrigieren.
Nicht jede Neuerung erscheint sofort auf jedem Gerät. Microsoft verteilt verschiedene Funktionen schrittweise und berücksichtigt dabei Region, Hardware und Gerätekonfiguration.
KB5101650 über Windows Update installieren
Für die meisten Anwender ist Windows Update der beste und sicherste Installationsweg.
- Öffne das Startmenü.
- Öffne die Einstellungen.
- Wechsle zu Windows Update.
- Klicke auf Nach Updates suchen.
- Warte, bis KB5101650 heruntergeladen wurde.
- Starte den Computer neu, wenn Windows dazu auffordert.
Da es sich um ein Sicherheitsupdate handelt, wird es auf unterstützten Geräten normalerweise automatisch heruntergeladen und installiert.
Wird das Update nicht angezeigt, kann eine Kompatibilitätssperre bestehen. Dies gilt aktuell insbesondere für bestimmte Dell Geräte. Du solltest das Update in diesem Fall nicht über den Catalog erzwingen.
KB5101650 manuell herunterladen
Microsoft bietet KB5101650 im Microsoft Update Catalog für x64 und ARM64 an.
- KB5101650 im Microsoft Update Catalog herunterladen
- Offizielle Microsoft Informationen zu KB5101650
- Aktueller Status von Windows 11 Version 24H2
- Aktueller Status von Windows 11 Version 25H2
Im Catalog stehen vier Varianten zur Verfügung:
- Windows 11 24H2 für x64 Systeme
- Windows 11 24H2 für ARM64 Systeme
- Windows 11 25H2 für x64 Systeme
- Windows 11 25H2 für ARM64 Systeme
Das x64 Paket wird im Catalog mit rund 5,48 GB angezeigt. Das ARM64 Paket ist rund 4,89 GB groß. Die tatsächlich über Windows Update übertragene Datenmenge kann geringer sein, weil Windows nur fehlende Komponenten herunterlädt.
Mehrere MSU Dateien bei der manuellen Installation
Bei einer manuellen Installation kann der Microsoft Update Catalog mehrere MSU Dateien bereitstellen. Diese müssen in der vorgesehenen Reihenfolge installiert werden.
Microsoft empfiehlt, alle zum Update gehörenden Dateien in demselben Ordner zu speichern und DISM zu verwenden. Ein mögliches Beispiel ist:
DISM /Online /Add-Package /PackagePath:C:\Packages
Öffne die Eingabeaufforderung dafür mit Administratorrechten. Für normale Anwender bleibt die Installation über Windows Update trotzdem die bessere Lösung.
KB5101650 wird nicht installiert
Scheitert die Installation, solltest Du zuerst den Computer vollständig neu starten und erneut nach Updates suchen. Kontrolliere außerdem, ob auf Laufwerk C ausreichend freier Speicherplatz vorhanden ist.
Hilft das nicht, gehe in dieser Reihenfolge vor:
- Windows Update Problembehandlung ausführen
- Windows Update Cache kontrollieren oder zurücksetzen
- Windows Systemdateien mit SFC prüfen
- Windows Komponentenspeicher mit DISM reparieren
- Update erneut über Windows Update installieren
Eine ausführliche Anleitung findest Du unter Windows Update reparieren. Bleibt der Download dauerhaft bei einem bestimmten Prozentwert stehen, helfen Dir die Lösungen aus dem Beitrag Windows Update hängt.
KB5101650 deinstallieren
Verursacht das Update auf Deinem PC erhebliche Probleme, kannst Du es wieder entfernen, sofern Windows die Deinstallation anbietet.
- Öffne die Einstellungen.
- Wechsle zu Windows Update.
- Öffne den Updateverlauf.
- Klicke auf Updates deinstallieren.
- Suche nach KB5101650.
- Wähle das Update aus.
- Klicke auf Deinstallieren.
- Starte Windows neu.
Weitere Möglichkeiten findest Du in unserer Anleitung Windows 11 Updates deinstallieren.
Da KB5101650 Sicherheitslücken schließt, solltest Du das Update nicht ohne konkreten Grund entfernen. Bei Problemen ist es besser, zunächst Treiber zu aktualisieren und nach einer neueren Korrektur von Microsoft oder dem Gerätehersteller zu suchen.
Startet Windows nach dem Update nicht mehr korrekt, kannst Du die Windows Systemwiederherstellung oder die erweiterten Startoptionen verwenden.
Lohnt sich die Installation von KB5101650?
KB5101650 ist für die meisten unterstützten Windows 11 Computer ein wichtiges Update. Es schließt Sicherheitslücken, behebt das Office OLE Problem aus dem Juni Update und verbessert zahlreiche zentrale Windows Komponenten.
Besonders relevant sind die Änderungen für:
- Office Fachanwendungen mit OLE Automation
- Bluetooth Headsets und LE Audio Geräte
- OneDrive und den Datei Explorer
- VPN Verbindungen und virtuelle Umgebungen
- Remote Desktop Umgebungen
- Secure Boot Zertifikate
Auf einem normalen Windows 11 PC ohne gesetzte Kompatibilitätssperre solltest Du das Update installieren. Wird es auf einem Dell Gerät nicht angeboten, solltest Du warten und nicht versuchen, die Sperre über eine manuelle Installation zu umgehen.
Beachte außerdem, dass Windows 11 Version 24H2 in den Editionen Home und Pro am 13. Oktober 2026 das Supportende erreicht. Nutzer dieser Editionen sollten rechtzeitig den Wechsel auf eine neuere unterstützte Windows Version einplanen. Hinweise zur Version findest Du auch in unserer Anleitung zur Windows 11 24H2 Installation.
FAQ zu KB5101650
KB5101650 ist für Windows 11 Version 24H2 und Windows 11 Version 25H2 in allen unterstützten Editionen verfügbar.
Windows 11 Version 24H2 erhält Build 26100.8875. Windows 11 Version 25H2 erhält Build 26200.8875.
Microsoft blockiert das Update vorübergehend auf bestimmten Dell Geräten mit Intel Prozessor. Eine Treiberunverträglichkeit kann dort zu Abschaltungen, schlechter Leistung, Wärmeentwicklung und erhöhtem Akkuverbrauch führen.
Normalerweise solltest Du KB5101650 über Windows Update installieren. Wird es nicht angeboten, kann eine Kompatibilitätssperre bestehen. In diesem Fall solltest Du die Installation nicht manuell erzwingen.
Ja. Das Update behebt ein Problem, durch das bestimmte Drittanbieterprogramme Word, Excel, PowerPoint oder andere Office Anwendungen nicht mehr über OLE Automation öffnen konnten.
In der Regel ist nach der Installation ein Neustart erforderlich. Bei der Aktualisierung von Secure Boot Zertifikaten kann auf einigen Geräten ein zusätzlicher Neustart auftreten.
Ja, sofern Windows die Deinstallation anbietet. Öffne Windows Update, den Updateverlauf und anschließend Updates deinstallieren. Entferne das Sicherheitsupdate nur, wenn es konkrete Probleme verursacht.

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