Vergleich der Videoformate – was bietet was?

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Window-User wissen mehr: Videoformate und Konvertierung

Die Anzahl möglicher Videoformate ist groß und die Lage für den Laien oft unübersichtlich. Jede Firma, die etwas auf sich hält, möchte mit ihrem Format auf dem Markt vertreten sein. Zudem fehlt eine einheitliche Regelung auf europäischer Ebene zur Begrenzung des Wildwuchses, wie eine solche im Bereich der Hausautomatisierung schon lange existiert. Somit bleibt die Kompatibilität proprietärer Systeme im Bereich der unterschiedlichen Videoformate ein Grundproblem auch für den Windows-Nutzer. In diesem Ratgeber stellen wir die gängigsten Systeme vor und geben Hinweise für die Konvertierung.

Was ist das beste Videoformat?

Ein Videoformat bezeichnet ein System zur effizienten Komprimierung von Datei-Containern, um hohe Datenmengen, die in Bild und Ton umgewandelt werden, möglichst platzsparend in einem Speicher unterzubringen. Der Codec wird für die visuelle und auditive Datenverarbeitung gebraucht. Neben der Bildqualität und Tonspur unterscheiden sich die einzelnen Formate durch ihre Datenmenge, FPS-Rate, Farbtiefe (8 bis 12 Bit), ihr Seitenverhältnis (zum Beispiel 4:3, 16:10 oder 16:9) und ein unterschiedliches Maß an Unterstützungen voneinander.

Fortschrittliche Systeme lassen zum Beispiel bei der Übertragung und Bildbearbeitung die Darstellung in 3D zu und es ist möglich, Untertitel einzufügen, Menüstrukturen einzubauen und verschiedene Formate mittels Timecodes auf die Sekunde genau miteinander zu synchronisieren. Andere Dateiformate wie MP4, FLV und WMV eignen sich wiederum besonders gut für den Gebrauch auf Videoplattformen wie YouTube, Vimeo, Daily Motion, Instagram, Facebook und tumbir. Für das Heimkino wiederum weisen die Video Formate AVI, MKV und MOV die beste Qualität auf. Wir möchten die einzelnen Video-Formate nun unter die Lupe nehmen.

Wie werden Videoformate konvertiert?

Da viele Videoformate nicht miteinander kompatibel sind, besteht eine hohe Nachfrage für Video Converter wie Movavi. Mit ihnen lassen sich die Videos einfach konvertieren, sodass sie für mehrere Formate geeignet sind und aus dem Internet auf die eigenen Systeme übertragen werden können. Darüber hinaus bietet Movavi viele Optionen für die nachträgliche Verbesserung der Medienformate wie auch für die Umwandlung in weniger rechenintensive Modelle.

Weitere renommierte Anbieter für Konvertierungen sind 1. RAD Video Tools, AVI to DVD Converter, HandBrake, MediaCoder, Freemake Video Converter, Wondershare Video Converter Ultimate, ANY Video Converter und Xmedia Recode. Auch in dieser Branche helfen Vergleichsportale den Kunden dabei, den besten Anbieter für seine Bedürfnisse zu finden. Da Windows die Standardsoftware schlechthin ist, die fast alle Benutzer mit dem Kauf ihres Rechners automatisch erwerben, ist die Kompatibilität der Videokonvertierungsprogramme mit dem Betriebssystem selbstverständlich. Das heißt, nahezu jede Konvertierungssoftware lässt sich auch mit Windows nutzen. In der Folge werden nun die gängigsten Videoformate für Windows vorgestellt:

Die einzelnen Videoformate und ihre Vor- und Nachteile

MPEG-1: Noch immer wird das klassische Videoformat aus den 1980er Jahren von fast allen Anbietern unterstützt. Es ist nicht HD-fähig und hat einen hohen Speicherbedarf.

MPEG-2: Der Nachfolger von MPEG-1 ist für digitale Übertragungsstandards geeignet. Das auch unter dem Namen H.262 bekannte Format war einst die Basis für die Einführung von DVD als Nachfolger von VHS. Die Kompressionsrate ist niedrig.

MPEG-4: MPEG-4 ist der Nachfolger von MPEG-2, weil es ein System namens MPEG-3 nicht gibt. Die Scharte des Vorgängers wurde durch einen fast verlustfreien Komprimierungsalgorithmus ausgewetzt. Das System ist modern, flexibel, von hoher Qualität und einem geringen Speicherbedarf. Es ist bestens auf das digitale Zeitalter eingestellt, unterstützt 4K und 3D, ist aber ressourcenintensiv.

MOV/QuickTime: Das Format ist das Videoschnittbearbeitungsprogramm für Profis und eher nicht für den Heimgebrauch geeignet. Es unterstützt beliebte Systeme wie Final Cut, Avid und Adobe Premiere, wird aber von nur wenigen Anbietern unterstützt. Macintosh und Windows werben für ihre Kompatibilität mit diesem System. Im Vergleich zu Formaten seiner Klasse ist die Komprimierung verlustreich.

AVI: Ähnlich wie MPEG-1 gehört AVI zu den Dinos unter den Videoformaten. Obwohl es mit der Zeit fortlaufend verbessert wurde und bis heute weit verbreitet ist, krankt es daran, kein Streaming und andere zeitgemäße Features zu unterstützen. Das einfache Handling macht AVI zum bevorzugten Format für Spielkonsolen.

WMV/ASF: Der Nachfolger von AVI unterstützt zeitgemäße Funktionen wie das Streaming. In pucnto Speicherkapazität und Kompression wurde ebenfalls nachgelegt. Das System ist von Microsoft und proprietär.

MKV/Matroska: Pate des Namens sind die beliebten russischen Puppen, die in langen Reihen auseinander hervorgehen. Das Format soll genauso platzsparend sein. Es ist Open-Source, von hoher Qualität und flexibel, aber nur eingeschränkt abspielbar.

FLV/3GP: Einst eine Antwort auf das Digitalzeitalter, wird das Videoformat zunehmend von HTML5 verdrängt. Es ist eher für Web-Anwendungen als für den Hausgebrauch geeignet und unterstützt YouTube sowie Adobe Flash.

HTML5/WebM: Das Videoformat gilt als Vorreiter für moderne Internetvideos. Es schont den Prozessor und wurde für das Web optimiert.


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