Google hat am 27. Oktober 2026 noch ein wichtiges Sicherheitsupdate für Chrome rausgebracht. Die neuen Versionen 156.0.8078.73 und 156.0.8078.74 schließen insgesamt 52 Sicherheitslücken, darunter vier kritische Schwachstellen. Betroffen sind unter anderem die Verarbeitung von Dateien, die Grafikdarstellung und der Umgang mit bereits freigegebenem Speicher. Wer Chrome unter Windows 11 oder Windows 10 nutzt, sollte deshalb mal checken, welche Version installiert ist.
Besonders bemerkenswert ist, dass Google erst eine Woche zuvor bereits 353 Sicherheitsprobleme mit Chrome 156 behoben hatte. Nun folgen weitere Korrekturen. Wir erklären, welche Schwachstellen besonders gefährlich sind, was die neuen Versionen verbessern und wie Du Chrome unter Windows aktualisieren kannst.
Chrome 156: Alle Informationen zum Sicherheitsupdate
Google hat die aktualisierten Stable-Versionen am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, für Windows, macOS und Linux freigegeben. Die Verteilung erfolgt schrittweise über den integrierten Aktualisierungsdienst.
| Eigenschaft | Information |
|---|---|
| Veröffentlichung | 27. Oktober 2026 |
| Windows-Versionen | 156.0.8078.73 und 156.0.8078.74 |
| macOS-Versionen | 156.0.8078.73 und 156.0.8078.74 |
| Linux-Version | 156.0.8078.73 |
| Behobene Sicherheitslücken | 52 |
| Kritische Schwachstellen | 4 |
| Weitere Korrekturen | Speicherfehler, Zugriffsprüfungen und Eingabevalidierung |
| Bestätigte aktive Angriffe | Keine Herstellerbestätigung |
| Update-Verteilung | Schrittweise über Chrome Update |
Google verwendet für die vier schwersten Schwachstellen die Einstufung Critical. Einheitliche CVSS-Basiswerte nach CVSS 3.1 oder 4.0 werden in der offiziellen Veröffentlichung nicht genannt.
Vier kritische Sicherheitslücken in Chrome 156
Besonders im Blick behalten solltest Du vier Schwachstellen, die Google mit dem höchsten Risikograd einstuft. Die betreffen verschiedene Browserkomponenten und können unter bestimmten Voraussetzungen für weitergehende Angriffe missbraucht werden.
| CVE | Betroffene Komponente | Fehler |
|---|---|---|
| CVE-2026-118306 | FileSystem | Speicherbeschädigung |
| CVE-2026-118331 | FileAPI | Unzureichende Eingabeprüfung |
| CVE-2026-118348 | Skia | Unzureichende Eingabeprüfung |
| CVE-2026-118344 | Layout | Use-after-free |
CVE-2026-118306: Speicherfehler im FileSystem
Die FileSystem-Komponente ermöglicht bestimmten Webanwendungen den Zugriff auf Dateien innerhalb der vom Browser vorgesehenen Sicherheitsgrenzen. Durch einen Fehler bei der Speicherverarbeitung konnte es zu einer Beschädigung des Arbeitsspeichers kommen.
Solche Fehler sind gefährlich, weil sie unter geeigneten Bedingungen Programmabstürze oder unerwartetes Verhalten verursachen können. Abhängig von den technischen Voraussetzungen ist auch eine weitergehende Ausnutzung denkbar. Google veröffentlicht allerdings noch nicht sämtliche technischen Einzelheiten.
CVE-2026-118331: Fehler bei der Prüfung von Dateizugriffen
Eine weitere kritische Schwachstelle betrifft die FileAPI. Über diese Schnittstelle können Webseiten und Webanwendungen Dateien verarbeiten, zum Beispiel beim Hochladen von Dokumenten.
Weil bestimmte Eingaben nicht ausreichend geprüft wurden, konnten Sicherheitsannahmen der Komponente verletzt werden. Welche konkreten Angriffsschritte möglich waren, beschreibt Google bislang nicht vollständig.
CVE-2026-118348: Sicherheitsproblem in der Grafikbibliothek Skia
Skia ist eine wichtige Grafikbibliothek, die Chrome zum Zeichnen und Darstellen von Inhalten verwendet. Hierzu gehören unter anderem Texte, Formen und grafische Elemente.
Die Schwachstelle CVE-2026-118348 betrifft ebenfalls eine fehlerhafte Eingabeprüfung. Da der Browser ständig unterschiedliche Webseiteninhalte verarbeitet, gehören Fehler in solchen Komponenten zu den besonders ernst zu nehmenden Sicherheitsproblemen.
CVE-2026-118344: Use-after-free im Layout-System
Die vierte kritische Schwachstelle betrifft die Layout-Verarbeitung. Dabei wird Speicher verwendet, obwohl der betreffende Bereich bereits freigegeben wurde.
Ein solcher Use-after-free-Fehler kann zu Speicherbeschädigungen und Abstürzen führen. Unter bestimmten Umständen lassen sich solche Fehler auch mit weiteren Schwachstellen kombinieren. Das Update beseitigt den dokumentierten Fehler.
Auch JavaScript und die PDF-Verarbeitung sind betroffen
Neben den vier kritischen Lücken behebt Google noch eine ganze Reihe weiterer Sicherheitsprobleme mit hoher Risikoeinstufung. Dazu gehören unter anderem Fehler in der JavaScript-Engine V8, der internen Grafikverarbeitung und der PDF-Komponente PDFium.
Für Anwender ist vor allem wichtig, dass solche Schwachstellen nicht unbedingt eine auffällige Aktion brauchen. Je nach Fehler kann schon das Verarbeiten speziell gestalteter Webseiteninhalte relevant sein.
Deshalb reicht es nicht aus, ausschließlich verdächtige Downloads zu vermeiden. Auch ein aktueller Browser und aktivierte Sicherheitsfunktionen sind wichtig. Weitere Hinweise findest Du in unserer Anleitung Sicheres Surfen mit Google Chrome und Safe Browsing.
Künstliche Intelligenz entdeckt neue Chrome-Sicherheitslücken
Auch bei diesem Update spielte künstliche Intelligenz eine Rolle. Zwei der vier kritischen Schwachstellen, CVE-2026-118306 und CVE-2026-118331, wurden von Xinyang Ge aus dem Umfeld von Anthropic mit Unterstützung von Claude gemeldet.
Weitere Schwachstellen wurden mit OpenAI Codex Security gefunden. Dazu gehören beispielsweise CVE-2026-118350 in der JavaScript-Optimierung sowie mehrere Use-after-free-Fehler in der Videoverarbeitung und PDFium.
Das zeigt, dass KI-Werkzeuge immer häufiger bei der Analyse von Programmcode zum Einsatz kommen. Sie können Entwickler und Sicherheitsforscher dabei unterstützen, ungewöhnliche Fehler zu finden, die bei normalen Tests vielleicht übersehen werden.
Eine solche Sicherheitsmeldung heißt aber nicht, dass die Schwachstelle schon aktiv für Angriffe ausgenutzt wurde.
Google Chrome Sicherheitsupdate herunterladen
Google hat am 27. Oktober 2026 neue Sicherheitsversionen für Chrome veröffentlicht. Hier findest Du die offiziellen Downloadmöglichkeiten für private Windows-PCs und verwaltete Unternehmenscomputer.
Google Chrome Stable
Regulärer Chrome-Browser für Windows 10 und Windows 11. Das Sicherheitsupdate vom 27. Oktober behebt 52 Schwachstellen, darunter vier kritische Fehler. Die Google-Downloadseite bietet jeweils die aktuell verfügbare stabile Version an.
↓ Google Chrome herunterladenGoogle Chrome Enterprise
Offizielle Chrome-Installationspakete für Unternehmen. Geeignet für zentrale Softwareverteilung und verwaltete Windows-Computer. Auf der Herstellerseite kannst Du den Stable-Kanal, den Dateityp MSI und die benötigte Prozessorarchitektur auswählen.
↓ Chrome Enterprise herunterladenⓘ Wichtiger Hinweis zum Chrome-Update
Die angegebenen Versionsnummern entsprechen dem Sicherheitsupdate vom 27. Oktober 2026. Die offiziellen Downloadseiten stellen jeweils den zum Downloadzeitpunkt aktuellen Stable-Stand bereit. Dieser kann inzwischen neuer als Chrome 156 sein.
Wenn Chrome bereits installiert ist, solltest Du vorzugsweise die integrierte Updatefunktion verwenden. Öffne dazu chrome://settings/help und starte den Browser nach der Aktualisierung neu.
Bei Unternehmensinstallationen können zentrale Update-Richtlinien die Verteilung steuern. Kontrolliere nach der Installation die tatsächliche Browserversion.
Chrome 156 unter Windows 11 aktualisieren: Schritt für Schritt
Google Chrome sucht normalerweise automatisch nach Updates. Wenn der Browser allerdings über längere Zeit geöffnet bleibt, kann eine bereits heruntergeladene Aktualisierung noch auf ihren abschließenden Neustart warten.
Du kannst die Aktualisierung jederzeit selbst überprüfen:
- Öffne bitte Google Chrome auf Deinem Windows-PC.
- Klicke dann rechts oben auf die drei Punkte.
- Wähle anschließend „Hilfe“ und anschließend „Über Google Chrome“.
- Chrome sucht jetzt automatisch nach verfügbaren Updates.
- Wird eine Aktualisierung gefunden, beginnt der Download normalerweise automatisch.
- Klicke anschließend auf Neu starten, um das Update vollständig zu aktivieren.
- Öffne die Versionsanzeige erneut und kontrolliere die installierte Versionsnummer.
Besonders schnell erreichst Du die Versionsprüfung über folgende interne Chrome-Adresse:
chrome://settings/help
Nach erfolgreicher Aktualisierung sollte bei der regulären Windows-Stable-Version 156.0.8078.73 oder 156.0.8078.74 angezeigt werden. Einzelne Anwender mit einer Early-Stable-Freigabe können bereits einen neueren Hauptversionsstand verwenden.
Eine ausführliche Beschreibung sämtlicher Aktualisierungsmöglichkeiten findest Du in unserem Beitrag Google Chrome aktualisieren unter Windows.
Chrome Update funktioniert nicht: Was kannst Du tun?
Wenn Chrome keine neue Version findet, obwohl Google schon ein Update rausgebracht hat, kann das am schrittweisen Rollout liegen. Auf verwalteten Firmencomputern können außerdem zentrale Update-Richtlinien eine Rolle spielen.
Check zuerst Deine Internetverbindung und starte Chrome komplett neu. Ruf danach nochmal den Versionsdialog auf. Wenn’s weiterhin hakt, kannst Du den aktuellen offiziellen Installer nehmen.
Aber lösch bloß nicht vorschnell Dein Chrome-Profil. Da können Lesezeichen, Erweiterungen, lokale Einstellungen und andere wichtige Sachen drinstecken.
Wenn Webseiten nach einer erfolgreichen Aktualisierung ungewöhnlich dargestellt werden, kann außerdem ein veralteter Zwischenspeicher die Ursache sein. Unsere Anleitung Chrome Cache leeren zeigt Dir die entsprechenden Schritte.
Chrome 156: Hinweise für Unternehmen und Administratoren
In Unternehmensumgebungen sollte die Installation möglichst zeitnah über die vorhandene Softwareverteilung erfolgen. Google bietet dafür auch MSI-Pakete und Verwaltungsrichtlinien für Chrome Enterprise an.
Administratoren können über vorhandene Managementwerkzeuge prüfen, welche Browserversionen auf den Windows-Computern installiert sind. Wichtig ist dabei, nicht nur die erfolgreiche Installation, sondern auch den anschließenden Browserneustart zu berücksichtigen.
Bei besonders geschäftskritischen Webanwendungen empfiehlt sich ein kurzer Funktionstest mit der korrigierten Version. Ein langfristiges Zurückhalten kritischer Sicherheitskorrekturen sollte dagegen vermieden werden.
Beachte außerdem, dass Microsoft Edge ebenfalls auf Chromium basiert, aber einen eigenen Updatezyklus verwendet. Weitere Informationen findest Du in unserem Beitrag Microsoft Edge 156 behebt Startfehler und Sicherheitslücken.
Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Chrome
Auch mit dem neuen Chrome-Update solltest Du ein paar grundlegende Schutzmaßnahmen im Blick behalten. Besonders sinnvoll ist es, Safe Browsing eingeschaltet zu lassen und Erweiterungen, die Du nicht mehr brauchst, einfach zu entfernen.
Unter chrome://settings/security findest Du die Einstellungen für den Schutz vor gefährlichen Webseiten und Downloads. Der erweiterte Schutz kann zusätzliche Prüfungen machen, verarbeitet dafür aber auch mehr Infos über Google-Dienste.
Kontrolliere außerdem regelmäßig Deine gespeicherten Passwörter. Unsere Anleitung Google Passwörter anzeigen und überprüfen erklärt die Möglichkeiten des integrierten Passwortmanagers.
Der Inkognito-Modus ist übrigens kein zusätzlicher Schutz gegen Sicherheitslücken im Browser. Er verändert vor allem, welche Daten lokal gespeichert werden. Die Unterschiede erklären wir im Beitrag Inkognito-Modus unter Windows verwenden.

FAQ: Häufige Fragen zum Chrome 156 Sicherheitsupdate
Das Sicherheitsupdate vom 27. Oktober 2026 behebt insgesamt 52 Schwachstellen. Vier davon stuft Google als kritisch ein.
Für Windows hat Google die Versionen 156.0.8078.73 und 156.0.8078.74 veröffentlicht. Beide enthalten die beschriebenen Sicherheitskorrekturen.
Google nennt in seiner Veröffentlichung vom 27. Oktober 2026 keine bestätigten aktiven Angriffe auf die vier kritischen Schwachstellen.
Öffne in Chrome die Adresse chrome://settings/help. Dort wird automatisch nach Aktualisierungen gesucht. Anschließend musst Du den Browser gegebenenfalls neu starten.
Andere Chromium-basierte Browser können ähnliche Programmkomponenten verwenden. Die jeweiligen Hersteller veröffentlichen jedoch eigene Sicherheitsupdates und Versionsnummern.
Fazit: Chrome 156 sollte zeitnah aktualisiert werden
Mit dem Sicherheitsupdate vom 27. Oktober 2026 schließt Google weitere 52 Schwachstellen in Chrome 156. Vier davon gelten als kritisch. Besonders wichtig sind die Korrekturen in FileSystem, FileAPI, Skia und der Layout-Verarbeitung.
Für Windows-User stehen die Versionen 156.0.8078.73 und 156.0.8078.74 zur Verfügung. Ein Blick in den Versionsdialog vom Chrome genügt eigentlich, um das Update auf die neueste Version zu starten. Weitere technische Informationen zu sämtlichen behobenen Schwachstellen findest Du in der offiziellen Google-Veröffentlichung vom 27. Oktober 2026.

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