Software begegnet uns überall – beim Start des Computers, beim Tippen einer Nachricht, beim Bearbeiten von Fotos oder auch beim Surfen im Internet. Der Begriff ist dabei so weit gefasst, dass eine genaue Einordnung oft schwerfällt. Grundsätzlich bezeichnet der Begriff Software alle Programme und digitalen Anwendungen, die auf einem Gerät ausgeführt werden können und dabei Aufgaben steuern, Daten verarbeiten oder sonstige Funktionen ermöglichen.

Im Gegensatz zur sogenannten Hardware, die alle physischen Bestandteile eines Geräts umfasst, ist Software nicht greifbar. Sie existiert vielmehr als Code, der auf der Hardware läuft und dieser mitteilt, was wann zu tun ist. Diese Unterscheidung gilt für Computer ebenso wie für Smartphones, Tablets oder Anwendungen, die direkt im Browser laufen.

Was bedeutet Software eigentlich?

Der Begriff Software dient als Sammelbezeichnung für Programme und digitale Anwendungen jeglicher Art. Während Hardware die „greifbaren“ Bauteile eines Gerätes beschreibt – also zum Beispiel den Prozessor, die Festplatte, den Bildschirm oder die Tastatur –, umfasst Software all jene Bestandteile, die nicht physisch vorhanden sind, aber dennoch die Funktionsweise eines Systems bestimmen und beeinflussen. Software steuert Geräte, ermöglicht die Erledigung von Aufgaben und verarbeitet Daten. Die meisten Programme und Tools findet man heute übrigens im Internet, wo man die Software downloaden und dann in der Regel auch direkt nutzen kann.

Ob ein Programm auf einem PC, einem Smartphone, einem Tablet oder direkt im Browser läuft, spielt für die grundlegende Einordnung zunächst keine Rolle. Entscheidend ist vielmehr, welchen Zweck eine Anwendung erfüllt, wie sie genutzt wird und für welches Gerät sie ursprünglich entwickelt wurde. Aus dieser Perspektive lassen sich Softwarearten in verschiedene Gruppen einteilen, die sich in ihrer Funktion und ihrer Bedeutung für den Nutzer unterscheiden.

Systemsoftware: Die Grundlage für den Betrieb

Systemsoftware bildet das Fundament, auf dem alle weiteren Programme aufbauen. Ohne sie können Geräte nicht richtig genutzt werden. Das wichtigste Beispiel ist das sogenannte Betriebssystem, also Programme wie Windows, macOS, Linux, Android oder iOS. Es verwaltet die Hardware, organisiert Dateien und stellt die Schnittstelle bereit, über die alle anderen Anwendungen gestartet werden können.

Ergänzt wird das Betriebssystem durch Treiber, die als Verbindung zwischen der Hardware und dem Betriebssystem fungieren und dafür sorgen, dass beispielsweise Drucker, Grafikkarten oder Netzwerkadapter korrekt angesprochen werden. Systemdienste, Sicherheitsfunktionen und die für Aktualisierungen zuständigen Komponenten lassen sich ebenfalls dem systemnahen Bereich zuordnen. Interessant: Ein Großteil der Systemsoftware läuft dezent im Hintergrund und bleibt für Nutzer meist unsichtbar. Fällt sie aus oder ist sie veraltet, sind in der Regel auch alle anderen Programme nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzbar.

Anwendungssoftware: Programme für Alltag, Arbeit und Unterhaltung

Anwendungssoftware richtet sich direkt nach den Aufgaben der Nutzer. Sie ist das, was die meisten Menschen bewusst starten und bedienen. Zu den bekanntesten Beispielen gehören Microsoft Office-Programme für Textverarbeitung (Word), Tabellenkalkulation (Excel) und Präsentationen (PowerPoint). Darüber hinaus müssen hier aber natürlich auch Browser (Firefox, Brave etc.), E-Mail-Programme (wie Outlook oder Thunderbird) und Kommunikations-Tools (Zoom, Teams, Discord und Co.) erwähnt werden.

Für kreative Arbeiten gibt es passende Tools für die Bildbearbeitung, verschiedene Mediaplayer und weitere Kreativsoftware, wobei vor allem kostenlose Bildbearbeitungsprogramme eine überaus praktische Alternative zu den kommerziellen Lösungen darstellen können. Spiele und Lernsoftware erweitern das Spektrum um Unterhaltung und Bildung. Gut zu wissen: Anwendungssoftware kann lokal auf einem Gerät installiert sein, als App auf dem Smartphone laufen oder als Webanwendung direkt im Browser geöffnet werden, ohne dass eine Installation erforderlich ist.

Sicherheits-, Cloud- und Hilfsprogramme

Neben den beiden genannten Hauptgruppen existiert noch eine Reihe von Hilfs- und Zusatzprogrammen. Dazu gehören zum Beispiel Sicherheitssoftware wie Virenschutz, Firewall und Passwortmanager. Während manche Programme kommerziell vertrieben werden, gibt es aber auch verschiedene kostenlose Antivirenprogramme, die grundlegenden Schutz bieten können. Praktisch: Unter Windows (10/11) ist Microsoft Defender Antivirus (früher Windows Defender) als Bestandteil von Windows-Sicherheit bereits integriert und übernimmt den Viren- und Schadsoftwareschutz automatisch. Ein zusätzliches Antivirenprogramm ist daher nicht zwingend erforderlich.

Backup-Programme und Cloudspeicher dienen der Datensicherung. Windows bringt mit der Windows-Sicherung bereits eigene Funktionen mit, wobei unter anderem OneDrive für die Sicherung ausgewählter Ordner genutzt werden kann. Je nach gewünschtem Sicherungsumfang können zusätzlich externe Datenträger oder andere Cloud-Dienste sinnvoll sein. Hinzu kommen Komprimierungsprogramme (wie beispielsweise 7-Zip), PDF-Tools und Dateiverwaltungssoftware. Aber auch Wartungs- und Update-Tools lassen sich dieser Kategorie zuordnen. Allerdings gilt: Nicht jedes Zusatzprogramm ist automatisch notwendig oder sinnvoll, da oft bereits das ausreicht, was das Betriebssystem mitbringt.

Wie findet man die passende Software?

Abschließend sei gesagt, dass bei der Auswahl der passenden Software zunächst der Einsatzzweck im Vordergrund stehen sollte. Ein Programm, das auf einem Gerät hervorragend funktioniert, ist möglicherweise mit einem anderen Betriebssystem nicht kompatibel. Daher sind Systemanforderungen und Kompatibilität vor der Installation zu prüfen.

Darüber hinaus lohnt ein Vergleich zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Programmen sowie den Abo-Modellen. Entscheidend sind außerdem die Seriosität, der Datenschutz und nicht zuletzt natürlich auch die regelmäßigen Updates. Und noch ein Tipp: Optimalerweise sollte man nur die Programme installieren, die auch tatsächlich gebraucht werden. Unnötige Programme können Speicherplatz belegen, Hintergrundprozesse ausführen und – insbesondere wenn sie nicht regelmäßig aktualisiert werden – zusätzliche Sicherheitsrisiken mit sich bringen.