Wie kann ich von meiner Microsoft Office Installation den installierten Office Key auslesen bzw. herausfinden? Der Office Produktschlüssel (Product Key) ist eine 25-stellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen, mit dem eine Office-Installation lizenziert wird. Microsoft verwendet diesen Key, um sicherzustellen, dass deine Office-Version ordnungsgemäß gekauft und aktiviert ist. Ohne gültigen Produktschlüssel kannst Du Microsoft Office nach einer kurzen Testphase nicht mehr voll nutzen.
Dann werden wichtige Funktionen wie das Bearbeiten oder Speichern von Dokumenten deaktiviert. Es ist daher sehr wichtig, den Office Key aufzubewahren und an einem sicheren Ort zu verwahren. Solltest du Office neu installieren oder auf einen neuen PC übertragen wollen, benötigst du den Key, um das Produkt wieder freizuschalten und zu aktivieren.
Office Key von Office 2019
Microsoft Office 2019 (sowie Office 2021) und Office 365 unterscheiden sich in der Art der Lizenzierung. Office 2019 ist ein Einmalkauf (auch „perpetual license“ genannt), bei dem du einen Produktschlüssel erhältst, den du zur Installation und Aktivierung eingeben musst.
Office Key von Office 365 bzw. Microsoft 365
Office 365 (heute meist Microsoft 365 genannt) hingegen funktioniert über ein Abonnement, das mit deinem Microsoft-Konto verknüpft ist – hier gibt es normalerweise keinen lokalen Produktschlüssel, den du eingeben musst. Die Aktivierung erfolgt, indem du dich mit deinem Konto in Office anmeldest. Falls du also eine Office 365-Installation nutzt, wirst du keinen Key auslesen müssen (oder können), da in diesem Fall kein individueller Key auf dem PC gespeichert wird.
Hast du allerdings Office 2019 auf deinem Rechner installiert und den Key nicht mehr zur Hand, kannst du versuchen, ihn aus dem System auszulesen. Im Folgenden stellen wir Schritt-für-Schritt Anleitungen vor, um deinen Office Key unter Windows auszulesen. Wir beginnen mit Windows-Bordmitteln (also ohne zusätzliche Software) und zeigen anschließend den Einsatz von Tools, falls die Bordmittel nicht zum Erfolg führen.
Office Key auslesen mit Windows-Bordmitteln
Zunächst solltest du versuchen, den Office Key mit den vorhandenen Mitteln von Windows oder Microsoft zu ermitteln. Es gibt ein paar Ansätze, die ohne Installation weiterer Software auskommen.

1. Office-Produktschlüssel über das Microsoft-Konto herausfinden
Hast du Office 2019 (oder 2016/2021) online gekauft oder während der Installation mit einem Microsoft-Konto verknüpft, lässt sich der Produktschlüssel oft über dein Konto einsehen. Microsoft speichert die Lizenzinformationen in deinem Account.
- Microsoft-Konto öffnen: Rufe die Webseite account.microsoft.com auf und melde dich mit dem Microsoft-Konto an, mit dem du Office aktiviert hast.
- Zu Dienste & Abonnements navigieren: Klicke nach dem Login auf „Dienste & Abonnements“. Dort siehst du eine Liste aller Microsoft-Produkte, die mit deinem Konto verknüpft sind.
- Office-Produkt auswählen: Finde in der Liste dein Office-Produkt (z. B. „Office 2019 Home & Student“ oder ähnliches). Daneben sollte ein Link oder Button „Produktschlüssel anzeigen“ (oder „Product Key anzeigen“) vorhanden sein, falls ein Key hinterlegt ist.
- Produktschlüssel anzeigen: Klicke auf „Produktschlüssel anzeigen“. Daraufhin wird der vollständige 25-stellige Office Key angezeigt. Notiere dir diesen Key an einem sicheren Ort.
Hinweis: Dieses Vorgehen funktioniert nur, wenn dein Office ein einzelner Kauf mit Product Key ist und mit dem Microsoft-Konto verknüpft wurde. Bei Office 365 Abonnements wird in der Regel kein Produktschlüssel angezeigt, da die Aktivierung über die Anmeldung erfolgt. In diesem Fall brauchst du keinen Key – du kannst Office jederzeit durch Einloggen mit deinem Microsoft-Konto auf einem neuen Gerät aktivieren. Sollte kein Office-Produkt in deinem Konto erscheinen, war die Lizenz eventuell nicht mit dem Konto verknüpft und du musst andere Methoden versuchen.
2. Office-Produktschlüssel per Eingabeaufforderung (OSPP-Skript) auslesen
Microsoft Office bringt ein eigenes Skript mit, um Lizenzinformationen abzurufen. Dieses VBS-Skript heißt OSPP.VBS (Office Software Protection Platform) und kann über die Eingabeaufforderung genutzt werden. Damit lässt sich zumindest ein Teil des Keys auslesen, was hilfreich sein kann.

- Eingabeaufforderung als Administrator öffnen: Drücke bitte die Windows-Taste + R, gib cmd ein und drücke OK, um die Kommandozeile zu öffnen. (Alternativ kannst du im Startmenü nach „Eingabeaufforderung“ suchen, rechtsklicken und „Als Administrator ausführen“ wählen.)
- Zum Office-Verzeichnis wechseln: Finde heraus, in welchem Verzeichnis Office installiert ist. Bei neueren Office-Versionen (2013 und höher) lautet der Ordner meist Office15 oder Office16. Beispiele:
- Für Office 2019/2021 auf 64-Bit Windows: C:\Program Files\Microsoft Office\Root\Office16
- Für Office 2019/2021 auf 32-Bit Windows (oder 32-Bit Office auf 64-Bit Windows): C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\root\Office16
- Office 2013 nutzt „Office15“, Office 2010 „Office14“ usw.
Wechsle im CMD-Fenster mit dem Befehl cd in das entsprechende Verzeichnis. Du kannst auch den Pfad in Anführungszeichen an den folgenden Befehl anhängen (siehe nächsten Schritt). - Skript ausführen: Gib nun folgenden Befehl ein und drücke Enter:
cscript OSPP.VBS /dstatus
- Falls du den Ordner nicht gewechselt hast, verwende den kompletten Pfad, z. B.: cscript „C:\Program Files\Microsoft Office\Office16\OSPP.VBS /dstatus„
- Lizenzinformationen auslesen: Das Script zeigt daraufhin verschiedene Lizenzdetails deiner Office-Installation an. Suche in der Ausgabe nach einer Zeile wie „Last 5 characters of installed product key“. Dort stehen die letzten fünf Zeichen deines Office Keys.
Dieses Bordmittel zeigt nur die letzten 5 Stellen des Office-Keys an, nicht den vollständigen Key. Microsoft hat diese Einschränkung bewusst vorgesehen. Die letzten 5 Zeichen können dennoch hilfreich sein, um einen Key zu identifizieren. Falls du mehrere Office-Produktschlüssel besitzt und nicht sicher bist, welcher verwendet wurde, kannst du so den richtigen finden.
Einen vollständigen Office Key kann das OSPP-Skript leider nicht im Klartext liefern – der Key ist aus Sicherheitsgründen verschlüsselt. Wenn du den vollständigen 25-stelligen Code nicht anderweitig notiert hast, wirst du ein spezielles Tool benötigen, um ihn auszulesen.
Hinweis: Verwechsle das obige Office-Skript nicht mit dem Windows-Befehl zum Windows-Key auslesen. Der oft genannte Befehl wmic path softwarelicensingservice get OA3xOriginalProductKey funktioniert nur für Windows-Produktkeys (wie wir in unserem Beitrag Windows Produktkey per DOS-Befehl auslesen beschrieben haben). Für Office-Keys ist dieser WMIC-Befehl nicht geeignet, da Office eine andere Lizenzverwaltung nutzt. Verwende daher für Office unbedingt das OSPP.VBS-Skript wie oben gezeigt.
3. Office Key in der Windows-Registry finden (verschlüsselt)
Eine weitere Möglichkeit (für fortgeschrittene Nutzer) ist ein Blick in die Windows-Registry, wo Office bestimmte Lizenzinformationen ablegt. Allerdings sei gleich gesagt: den Office Key findest du dort nur verschlüsselt vor.
- Registry-Editor öffnen: Drücke Windows-Taste + R, gib regedit ein und bestätige mit OK. Der Registrierungs-Editor wird gestartet.
- Office-Lizenzschlüssel suchen: Navigiere im Registry-Editor zu folgendem Pfad (für Office 2019/2021):
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\16.0\Registration\
Unterhalb dieses Pfades gibt es einen Unterschlüssel mit einer langen kryptischen GUID. Klicke diesen an. - Werte überprüfen: In diesem Registrierungsschlüssel findest du Einträge wie ProductName, DigitalProductID und ProductID. Der DigitalProductID-Wert enthält den Office-Key in kodierter Form. Ohne weiteres lässt er sich nicht lesen – es ist eine binäre Zeichenfolge. Auch Tools arbeiten genau mit dieser Information und entschlüsseln sie.
Allein mit Bordmitteln kommst du hier nicht weit, da Microsoft die Keys in der Registry verschlüsselt speichert. Du könntest zwar versuchen, den Bytecode von DigitalProductID manuell zu entschlüsseln, aber das ist sehr aufwändig. Praktischer ist es, ein dafür entwickeltes Tool zu verwenden, das diese Entschlüsselung automatisch vornimmt. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Office Keys auslesen mit speziellen Windows Tools
Wenn die oben genannten Methoden nicht zum Ziel geführt haben oder du direkt den vollständigen Produktschlüssel auslesen möchtest, kannst du auf Tools von Drittanbietern zurückgreifen. Solche Programme sind darauf spezialisiert, Lizenzschlüssel installierter Software auszulesen.
Sie nutzen dabei ebenfalls die Registry-Informationen, präsentieren dir aber den entschlüsselten Key in Klarschrift. Einige bekannte und bewährte Tools sind zum Beispiel ProduKey (von NirSoft), Belarc Advisor oder ShowKeyPlus. Diese Werkzeuge werden oft empfohlen und können nicht nur Windows-Keys, sondern auch Office-Keys finden.
So gehst du vor, um mit einem Tool deinen Office Key auszulesen:
- Tool herunterladen: Lade ein spezielles Key-Finder-Tool wie eines der oben genannten herunter. Achte darauf, nur aus vertrauenswürdigen Quellen (möglichst der Hersteller-Webseite) herunterzuladen, da solche Tools oft als Freeware angeboten werden.
- Tool starten/installieren: Manche Tools funktionieren ohne Installation (einfach die .exe starten), andere müssen erst installiert werden. Folge den Anweisungen des jeweiligen Programms.
- Produktschlüssel auslesen: Starte das Tool. In der Regel scannt es automatisch dein System nach installierten Microsoft-Produkten. Innerhalb weniger Sekunden sollte dir das Programm den Product Key von Windows und Office anzeigen. Suche in der Ergebnisliste nach deinem Office-Produkt (z. B. „Office 2019 Professional“) – daneben steht der 25-stellige Key in Klartext. Notiere dir den Schlüssel.
Diese Tools ersparen eine Menge Zeit und liefern oft direkt den vollständigen Office Key. Dennoch ist Vorsicht geboten: Nutze nur seriöse Software, da du natürlich keine Schadprogramme ausführen möchtest. Überprüfe im Zweifel das heruntergeladene Tool mit deinem Virenscanner. Programme wie ProduKey oder ShowKeyPlus sind klein und benötigen meist keine Internetverbindung, sodass sie gefahrlos offline genutzt werden können.
Hinweis: Wenn du Office 365 einsetzt, wirst du feststellen, dass solche Tools entweder gar keinen Office-Key finden oder nur einen generischen Platzhalter-Key anzeigen. Das liegt – wie oben erwähnt – daran, dass bei Microsoft 365 kein eindeutiger Produktschlüssel pro Nutzer gespeichert wird. Lass dich davon also nicht verwirren. Für Abonnements zählt die Kontoaktivierung, nicht der Key.
Fazit und Tipps zum Auslesen des Office Keys
Einen verloren gegangenen Office-Produktschlüssel kann man mit den richtigen Tools und Funktionen oftmals wiederherstellen bzw. auslesen. Genauso wie bei Office gibt es auch die Möglichkeit, den installierten Windows Key auszulesen.
Für Office 2019 oder ähnliche Versionen hilft der Blick in das eigene Microsoft-Konto oder der Einsatz des Office-internen Skripts, um zumindest einen Teil des Keys zu erfahren. Ansonsten liefern Keyfinder-Tools sehr bequem den kompletten Office Key. Wichtig ist, das Ihr nach dem Kauf einer Office Lizenz den Office Key an einem sicheren Ort aufbewahrst. Du kannst ihn auch deinem Microsoft-Konto hinzufügen (falls noch nicht geschehen), um ihn dort jederzeit abrufen zu können. So sparst du dir im Fall einer Neuinstallation viel Stress.





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