Sowohl der Europäische Gerichtshof (EuGH, Az. C-128/11) als auch der Bundesgerichtshof (BGH, Az. I ZR 129/08) haben entschieden, dass der Weiterverkauf gebrauchter Softwarelizenzen in der EU bzw. im EWR legal ist, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Grundlage dafür ist der sogenannte Erschöpfungsgrundsatz im Urheberrecht: Das exklusive Verwertungsrecht eines Herstellers an einer Softwarekopie erschöpft sich mit deren Erstverkauf im Europäischen Wirtschaftsraum, sofern die Lizenz mit Zustimmung des Herstellers in den Verkehr gebracht wurde. Dieser Grundsatz gilt auch für digital heruntergeladene Software, Zweiterwerber dürfen solche Lizenzen rechtmäßig nutzen und erneut weiterverkaufen.

Wichtig für die Rechtssicherheit im Einzelfall ist, dass der  Vorbesitzer seine eigene Kopie der Software nachweislich unbrauchbar gemacht haben muss, damit die Erschöpfung tatsächlich eintritt. Genau diese lückenlose Dokumentation unterscheidet seriöse Angebote wie Soft & Cloud von rechtlich angreifbaren Verkäufern.

Welche Microsoft-Produkte gibt es aus dem Remarketing?

Grundsätzlich gibt es alle Kauflizenzen (On-Premise), die lokal beim Unternehmen installiert und betrieben werden, als Gebrauchtsoftware über das Remarketing. Im B2B-Bereich steht eine breite Palette an praxisrelevanten Microsoft-Produkten zur Verfügung.

Besonders gefragt sind Windows Server in den Standard- und Datacenter-Editionen zur Bereitstellung und Absicherung lokaler Serverinfrastrukturen sowie Microsoft Office-Pakete (wie Office Standard oder Professional Plus) für den täglichen Einsatz an klassischen Desktop-Arbeitsplätzen. Darüber hinaus lassen sich SQL Server zur Datenbankverwaltung im Server/CAL- oder Core-Lizenzierungsmodell sowie Microsoft Exchange Server für die interne E-Mail- und Kommunikationsstruktur kosteneffizient erwerben.

Um den regelkonformen Zugriff von Nutzern oder Endgeräten auf die Serverlandschaft abzusichern, sind zudem die entsprechenden Zugriffslizenzen (Client Access Licenses bzw. CALs), unterteilt in User CALs und Device CALs, als Remarketing-Ware verfügbar.

Volumenlizenzen oder OEM-Ware: Was eignet sich für Unternehmen?

Für Unternehmen eignen sich vor allem gebrauchte Volumenlizenzen, die ursprünglich aus Großverträgen stammen. Sie lassen sich extrem flexibel über zentralisierte Netzwerke installieren, verwalten und bei Bedarf auf neue Hardware übertragen. Das ist auch der zentrale Unterschied zu Retail- oder OEM-Lizenzen, die meist an Einzelgeräte gebunden oder als physische Produkt-Key-Cards veräußert werden. Für professionelle B2B-Anforderungen bieten gebrauchte Volumenlizenzen daher die höchste Flexibilität und eine reibungslose Audit-Sicherheit.

Preisfaktoren & Einsparpotenziale pro Produkt im Überblick

Da Marktpreise bei Lizenzen aus dem Remarketing dynamisch schwanken und stark von der aktuellen Marktversorgung abhängen, arbeiten seriöse B2B-Anbieter nicht mit starren Preislisten. Die konkrete Preisgestaltung richtet sich nach produktspezifischen Kriterien:

ProduktPreisbestimmende FaktorenQualitatives Einsparpotenzial gegenüber Neu
Windows ServerEdition (Standard/Datacenter), Hauptversion, Anzahl der Prozessorkerne (Core-Lizenzierung), MarktverfügbarkeitHoch bis sehr hoch
Microsoft OfficeEdition (Standard/Professional Plus), Hauptversion, benötigte Stückzahl (Einzel- vs. Volumenlizenzen)Sehr hoch
SQL ServerLizenzmodell (Server/CAL vs. Core), Hauptversion, Prozessorarchitektur, MarktangebotHoch
Microsoft ExchangeEdition (Standard/Enterprise), Hauptversion, Verfügbarkeit ehemaliger UnternehmensbeständeHoch
CALs (User / Device)Lizenztyp (User vs. Device CAL), zugehörige Serverversion, benötigte GesamtstückzahlHoch bis sehr hoch

Neue Software versus Software aus dem Remarketing im Vergleich

Im direkten Vergleich zwischen einem Neukauf und Lizenzen aus dem Remarketing zeigen sich deutliche Unterschiede in der Abwicklung, während der Nutzen für das Unternehmen gleichwertig bleibt. Während dem Neukauf ein Ersterwerbs- oder Abo-Vertrag (wie Microsoft CSP) zugrunde liegt, basiert der Erwerb von Lizenzen aus dem Remarketing rechtssicher auf dem urheberrechtlichen Erschöpfungsgrundsatz nach dem wegweisenden EuGH-Urteil (Az. C-128/11).

Der prägnanteste Vorteil von Remarketing-Lizenzen liegt im hohen Einsparpotenzial gegenüber dem regulären Neupreis-Basiswert. Während Käufer von Neuware ihre Verträge im Microsoft Admin Center oder VLSC verwalten, stellen vertrauenswürdige Anbieter von Lizenzen aus dem Remarketing die lückenlose Dokumentation der Rechteübertragung sicher. Im Falle eines Audits stehen sie ihren Kunden beratend zur Seite und unterstützen bei der Nachweisführung.

Auch bei der Abwicklung punkten Remarketing-Lizenzen: Die Lieferzeit erfolgt in der Regel sofort bzw. innerhalb von 24 bis 48 Stunden, wohingegen der klassische Neukauf meist wenige Tage in Anspruch nimmt. Seriöse Anbieter von gebrauchten Softwarelizenzen verfügen neben Software-Keys und Installationsmedien auch über die erforderlichen Lizenznachweise und Deinstallationsbestätigungen, um die rechtmäßige Übertragung der Lizenzen zu dokumentieren.

In puncto Updates gibt es keine Einschränkungen: Die Sicherheits-Updates von Microsoft sind auch bei Lizenzen aus dem Remarketing vollständig enthalten, während eventuelle darüber hinausgehende Support-Ansprüche vorab individuell geprüft werden sollten.

Wo lässt sich Gebrauchtsoftware rechtssicher beziehen, und wie kommen Sie zum konkreten Preis?

Am besten eignen sich spezialisierte Partner, die auf geprüfte Prozesse setzen, über die erforderlichen Audit-Nachweise verfügen und ihre Kunden im Falle eines Audits unterstützen.

Der Weg zu einer verbindlichen Preisauskunft verläuft bei solchen Anbietern meist in drei einfachen Schritten: Zunächst nennen Sie dem Anbieter Ihren konkreten Bedarf an Produkten, Versionen und der benötigten Anzahl an Lizenzen bzw. Cores. Auf dieser Grundlage erstellt der Händler ein individuelles, tagesaktuelles Angebot. Bevor Sie sich für den Kauf entscheiden, sollten Sie sicherstellen, dass der Anbieter eine lückenlose Dokumentation der Lizenzübertragung gewährleistet und Sie im Falle eines Audits mit den erforderlichen Nachweisen unterstützt.

Wie hoch das tatsächliche Einsparpotenzial gegenüber dem Listenneupreis ausfällt, hängt stark von Produkt, Version, Stückzahl und aktueller Marktlage ab und lässt sich daher nur im konkreten Angebot seriös beziffern.

Wie läuft der Kauf ab, und wie wird die Übertragung dokumentiert?

Damit die Eigentumsübertragung gebrauchter Softwarelizenzen rechtlich einwandfrei und auditsicher erfolgt, wird von seriösen Anbietern ein strukturierter Vier-Schritte-Prozess durchlaufen:

  1. Bedarf anfragen: Über eine Kontaktanfrage, per E-Mail oder telefonisch werden Soft & Cloud die benötigten Produkte, Versionen und Stückzahlen übermittelt.
  2. Persönliche Beratung & Lizenzsituation erfassen: Ein fester Ansprechpartner von Soft & Cloud meldet sich kurzfristig zurück; bei Bedarf wird gemeinsam ein Überblick über die bestehende Lizenzlandschaft verschafft, um optimale Kombinationen im Rahmen moderner IT Procurement Services zu ermitteln.
  3. Individuelles Angebot & Prüfung: Auf dieser Basis erstellt Soft & Cloud ein maßgeschneidertes, tagesaktuelles Angebot. Parallel stellt das Unternehmen sicher, dass alle angebotenen Lizenzen rechtssicher im EWR in den Verkehr gebracht wurden und frei von Rechten Dritter sind.
  4. Auslieferung, Dokumentation & Einbindung: Nach dem Kauf werden die Lizenzschlüssel und Download-Links bereitgestellt. Bei Soft & Cloud erleichtert ein zentrales Lizenzverwaltungsportal das Management der erworbenen Lizenzen und ermöglicht bei Bedarf auch mehreren Nutzern den jederzeitigen Zugriff auf relevante Lizenzinformationen. Die lückenlose Dokumentation der Rechteübertragung ist beim Anbieter sichergestellt, sodass die erforderlichen Nachweise im Auditfall zur Verfügung stehen.

Welche Nachweise für die Audit-Sicherheit gelten

Für eine lückenlose Audit-Sicherheit müssen rechtlich Nachweise über den Ersteinkauf im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sowie eine Deinstallationserklärung des Voreigentümers vorliegen. Aus rechtlicher Sicht und zum Schutz vertraulicher Daten ist eine direkte Offenlegung dieser vollständigen Lizenzkette an den Käufer jedoch weder erforderlich noch ratsam, da sie mit Geheimhaltungsverpflichtungen und haftungsrechtlichen Risiken verbunden sein kann.

Stattdessen setzt Soft & Cloudauf eine TÜV-IT-zertifizierte Lizenzübertragung und die Vergabe eindeutiger Seriennummern. Sämtliche notwendigen Dokumente und Nachweise zur Rechtekette werden rechtssicher und vertraulich bei Soft & Cloud hinterlegt. Im Falle eines Hersteller-Audits erhält der Kunde direkte Unterstützung und die erforderlichen Nachweise werden bereitgestellt, um eine 100-prozentige Auditsicherheit zu garantieren. 

Soft & Cloud als verlässliche Bezugsquelle

Als ganzheitlicher Partner für kostenoptimiertes Lizenzmanagement unterstützt Soft & Cloud Unternehmen seit über 10 Jahren dabei, IT-Budgets effizient einzusetzen. Mit TÜV-zertifizierten Prozessen, langjähriger Expertise und einem klaren Fokus auf Compliance bietet Soft & Cloud ein breites Portfolio an Microsoft-Lizenzen aus dem Remarketing, mit nachvollziehbarer Audit- und Rechtssicherheit.

Darüber hinaus unterstützt Soft & Cloud Unternehmen durch die IT Procurement Services (IPS) dabei, bestehende Lizenzstrukturen zu analysieren, Überlizenzierungen zu vermeiden und passende Hybridlösungen aus On-Premise- und Cloud-Komponenten aufzubauen.

Jetzt Lizenzkosten senken & unkompliziert beraten lassen

Möchten Sie Ihre IT-Infrastruktur kostenoptimiert aufstellen und von geprüfter Audit-Sicherheit profitieren? Fordern Sie jetzt ein unverbindliches B2B-Angebot an und erfahren Sie, wie viel Sie bei Ihren Microsoft-Lizenzen aus dem Remarketing einsparen können.