Mehrere beliebte Microsoft Software Produkte erreichen ihr Support-Ende, darunter auch Windows 11 Versionen. Ab einem bestimmten Datum stellt Microsoft keine Updates, Bugfixes oder Sicherheits-Patches mehr für bestimmte Versionen bereit. Aber außer Windows sind auch noch weitere Microsoft Produkte betroffen. Das bedeutet für Anwender, die nicht auf dem aktuellsten Patchstand sind, dass sie sich ggf. Gedanken über ein Upgrade Gedanken machen müssen.

Was bedeutet das Support-Ende für Microsoft Produkte genau?

Wenn ein Microsoft-Produkt sein Support-Ende erreicht, erhält es ab diesem Zeitpunkt keine Updates mehr. Sicherheitsupdates werden u.a. eingestellt. Du kannst die Software zwar oft weiterhin nutzen, aber das ist durchaus riskant. Neue Sicherheitslücken bleiben ungepatcht und bekannte Probleme werden nicht mehr behoben. Angreifer könnten ungefixte Schwachstellen ausnutzen, was Deine Daten und Systeme gefährdet.

Für Dich bedeutet das. Rechtzeitig handeln! Idealerweise steigst Du auf eine neuere Version um oder führst nötige Updates durch, bevor das Support-Ende erreicht ist. So stellst Du sicher, dass Dein PC, Laptop oder Server weiterhin sicher und kompatibel bleibt.

Windows 10 – Support-Ende erreicht

Windows 10 war jahrelang ein zuverlässiges Betriebssystem, doch nun läuft die Uhr ab. Der offizielle Support für Windows 10 (Home und Pro) endete bereits am 14. Oktober 2025. Ab 2026 erhält Windows 10 also keinerlei Updates mehr. Viele Anwender fragen sich deshalb: Kann ich Windows 10 auch 2026 noch nutzen?

Technisch gesehen ja, Dein PC startet und funktioniert weiterhin. Aber Du gehst ein hohes Sicherheitsrisiko ein, da neue Sicherheitslücken ungepatcht bleiben. Außerdem werden neue Funktionen und Verbesserungen an Windows nicht mehr für Windows 10 erscheinen. Auch Software-Hersteller richten ihren Fokus zunehmend auf Windows 11 (und bald Windows 12). Es kann passieren, dass zukünftige Versionen wichtiger Programme (oder neuer Hardware) Windows 10 nicht mehr unterstützen.

Was solltest Du jetzt tun, wenn Du noch Windows 10 nutzt?

Windows 10 Support Ende

Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Deinen Windows-10-PC auf das Supportende vorzubereiten

Du kannst folgende Schritte abarbeiten, um Dein Windows 10 PC auf das Supportende vorzubereiten.

  • Welche Windows Version verwende ich eigentlich: Finde heraus, welche genaue Windows-10-Version auf Deinem PC installiert ist. Drücke Windows-Taste + R, gib winver ein und drücke Enter. Im angezeigten Fenster siehst Du die Versionsnummer. Stelle sicher, dass Du mindestens Windows 10 Version 22H2 installiert hast, da dies die letzte große Windows-10-Version war. Ältere Versionen haben schon vor 2025 keine Updates mehr bekommen. Wie Du Deine genaue Windows-Version ermitteln kannst, zeigen wir Dir im Beitrag „Windows Version anzeigen„. Dort erfährst Du auch mehr über Versionsnummern und Build-Nummern.
  • Letzte Updates installieren: Öffne die Einstellungen von Windows 10 und gehe zu Update & Sicherheit > Windows Update. Klicke auf „Nach Updates suchen“ und installiere alle verfügbaren Updates. Im Oktober 2025 wurde das letzte reguläre Sicherheitsupdate für Windows 10 veröffentlicht. Microsoft hat Ende 2025 sogar noch ein außerplanmäßiges Update bereitgestellt, das wichtige Änderungen (z.B. neue Secure-Boot-Zertifikate) enthält.
    Wenn Windows Update Dir meldet, dass Dein System auf dem aktuellen Stand ist, hast Du alle wichtigen Updates. (Tipp: In unserem Artikel „Überprüfen ob Windows 10 auf dem aktuellsten Stand ist“ erklären wir Schritt für Schritt, wie Du das sicherstellen kannst.) Falls Updates fehlschlagen oder hängenbleiben, folge unserer Anleitung „Windows Update reparieren„, um typische Update-Probleme zu beheben.
  • Secure-Boot-Problem vermeiden: Stelle sicher, dass Dein Windows 10 das Zertifikats-Update für Secure Boot erhalten hat. Hintergrund: Bestimmte Secure-Boot-Zertifikate von Windows laufen Mitte 2026 ab. Ohne das entsprechende Update könnte ein PC mit aktiviertem Secure Boot ab Juni 2026 Probleme beim Hochfahren haben. Microsoft hat dieses Update jedoch bereits 2025 an Windows 10 verteilt.
    Wenn Du alle oben genannten Updates installiert hast, bist Du hier auf der sicheren Seite. (Details dazu findest Du in unserer Anleitung „Secure Boot Zertifikate laufen Mitte 2026 aus – Was kann ich tun?.) Wichtig: Deaktiviere Secure Boot nicht einfach dauerhaft als „Lösung“, denn damit verzichtest Du auf eine wichtige Sicherheitsfunktion. Halte lieber Dein Windows 10 aktuell – die letzten Updates enthalten alles Nötige, damit Dein PC auch nach 2026 noch normal startet.
  • Upgrade auf Windows 11 planen: Überlege Dir als nächstes, auf Windows 11 umzusteigen. Windows 10 mag noch stabil laufen, aber ohne Sicherheitsupdates wird es jeden Monat unsicherer. Windows 11 wird von Microsoft weiterhin voll unterstützt (siehe nächsten Abschnitt) und bietet zudem moderne Funktionen. Prüfe zuerst, ob Dein PC die Hardware-Anforderungen für Windows 11 erfüllt.
    Dazu gehören vor allem ein relativ aktueller Prozessor, TPM 2.0 und Secure Boot. Öffne die offizielle PC-Prüfapp (PC Health Check) oder schaue auf der Microsoft-Website die Voraussetzungen an. Wenn Dein Rechner kompatibel ist, kannst Du das Upgrade kostenlos durchführen. In Windows 10 sollte Dir das über Windows Update angeboten werden (sofern kompatible Hardware). Du kannst alternativ auch das Windows 10 auf Windows 11 Upgrade-Installationsprogramm von Microsoft nutzen (Media Creation Tool), um manuell auf Windows 11 zu aktualisieren.

Was tun bei nicht unterstützter Hardware? Nicht alle Windows-10-Rechner erfüllen die Voraussetzungen für Windows 11 – vor allem ältere PCs (vor 2016/2017) haben oft kein TPM 2.0 oder einen nicht freigegebenen Prozessor. Falls der Upgrade-Check negativ ausfällt, hast Du zwei Möglichkeiten:

  • Du ersetzt den PC durch ein neueres Modell, das Windows 11 (und perspektivisch Windows 12) unterstützt. Dies ist langfristig die beste Lösung in puncto Sicherheit und Performance.
  • Du nutzt einen Workaround, um Windows 11 trotzdem zu installieren. Unsere Anleitung „Der PC muss TPM 2.0 unterstützen – Upgrade Windows 10 auf Windows 11“ zeigt Dir, wie Du die Hardware-Prüfung umgehen kannst. Damit lässt sich Windows 11 sogar auf nicht unterstützten PCs installieren. Beachte jedoch, dass Microsoft für nicht unterstützte Systeme keine Garantie und möglicherweise auch keine Updates übernimmt. Ein solcher Trick sollte eher als Übergangslösung dienen.

Möchtest Du weiterhin Windows 10 nutzen?

Wenn Du Dich entschließt, trotz allem bei Windows 10 zu bleiben, dann triff zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. Verwende einen guten Virenschutz, meide riskante Downloads und führe regelmäßig Backups Deiner Daten durch. Bedenke aber, dass dies kein vollständiger Ersatz für fehlende Sicherheitsupdates ist. Mittelfristig solltest Du wirklich einen Umstieg einplanen.

Windows 11 24H2 Support Ende

Windows 11 wird weiterhin unterstützt, aber 24H2 läuft im Oktober 2026 aus.

Gute Nachrichten für alle, die bereits Windows 11 nutzen: Windows 11 wird auch im Jahr 2026 voll unterstützt, solange Du auf Windows 11 Feature Update 25H2 bist. Microsoft hat deutlich gemacht, dass Windows 11 noch mindestens bis 2026 regelmäßig Updates und Sicherheitspatches erhält. Wenn Du Windows 11 installiert hast, bist Du also auf einem aktuellen und sicheren System – vorausgesetzt, Du installierst brav die Updates.

Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die Du als Windows-11-Nutzer beachten solltest:

  • Bleib auf dem neuesten Stand: Auch unter Windows 11 kommen monatlich Patchday-Updates mit wichtigen Sicherheitsfixes. Stelle sicher, dass Dein PC diese Updates automatisch erhält. Gehe dazu auf Einstellungen > Windows Update und prüfe, ob Updates verfügbar sind. Windows 11 lädt und installiert Updates standardmäßig automatisch. Pausiere oder blockiere Windows-Updates möglichst nicht unnötig, damit Dein System immer geschützt ist.
  • Funktionsupdates nicht vergessen: Microsoft veröffentlicht für Windows 11 in der Regel jährliche Funktionsupdates (z.B. 22H2, 23H2, etc.). Diese bringen neue Features und verlängern gleichzeitig den Support-Zeitraum Deiner Windows-Installation. Windows 11 Version 24H2 wird z.B. für Home/Pro wird nur noch bis 13. Oktober 2026 unterstützt. Bis dahin solltet Ihr unbedingt auf 25H2 gewechselt sein.
  • Upgrade-Perspektive: Windows 12? Viele Nutzer fragen sich bereits, wann der Nachfolger von Windows 11 kommt. Gerüchte über Windows 12 deuten auf eine Veröffentlichung gegen Ende 2025 hin – passend zum endgültigen Aus von Windows 10. Offiziell bestätigt ist Windows 12 noch nicht, aber falls es erscheint, dürfte Microsoft einen ähnlichen Übergang wie von 10 auf 11 ermöglichen.
    Voraussichtlich wird Windows 12 als kostenloses Upgrade für Windows-11-Nutzer verfügbar sein (für kompatible Geräte). Wichtig: Das heißt nicht, dass Windows 11 im Jahr 2026 plötzlich unsupported wäre. Selbst wenn Windows 12 Ende 2025/Anfang 2026 kommt, wird Windows 11 noch eine ganze Weile Updates bekommen.
    Du musst also nicht sofort hetzen, auf Windows 12 umzusteigen. Halte einfach Ausschau nach Ankündigungen. In unserem Beitrag „Wann kommt Windows 12?“ fassen wir den aktuellen Stand der Informationen zu Windows 12 zusammen.
  • Problembehebung unter Windows 11: Sollte es mal haken (z.B. ein Update schlägt fehl oder ein Fehlercode erscheint), gelten ähnliche Lösungen wie bei Windows 10. Microsoft hat in Windows 11 eine Problembehandlung integriert (unter System > Problembehandlung > Andere Problembehandlungen > Windows Update). Diese kann viele Update-Probleme automatisch lösen. Ansonsten helfen unsere Anleitungen wie „Windows Update reparieren“ auch bei Windows 11 weiter.

Update Übersicht: Einen Überblick über alle Windows Updates findet Du auch in unserer Windows 10 Update Übersicht als auch in unserer Windows 11 Update Übersicht.

Microsoft Office Support-Ende 2026

Microsoft Office – Support-Ende 2025/2026

Auch bei Microsoft Office stehen wichtige Support-Fristen an. Hier kommt es darauf an, welche Version von Office Du nutzt:

  • Office 2016 und Office 2019: Diese älteren Office-Versionen haben ihr Support-Ende am 14. Oktober 2025 erreicht. Das heißt, seit Ende 2025 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Office 2016 und Office 2019. Wenn Du also noch eines dieser Pakete (Word, Excel, Outlook etc. in Version 2016 oder 2019) im Einsatz hast, bist Du seit 2026 ohne Schutz vor neu entdeckten Sicherheitslücken. Du solltest dringend über ein Upgrade nachdenken.
  • Office 2021: Microsoft Office 2021 (die Version, die im Oktober 2021 erschienen ist) hat noch bis zum 13. Oktober 2026 Support. Danach ist auch für Office 2021 Schluss mit Updates. Bis dahin erscheinen noch Sicherheitskorrekturen, aber keine neuen Funktionen. 2026 ist also das letzte Jahr, in dem Office 2021 unterstützt wird. Ab Oktober 2026 wirst Du Office 2021 zwar weiterhin nutzen können, jedoch auf eigene Gefahr, da ab dann keine Fehlerbehebungen oder Sicherheitspatches mehr kommen.
  • Microsoft 365 (Office-Abonnement): Wenn Du ein Microsoft-365-Abonnement (früher Office 365) nutzt, betrifft Dich das klassische Support-Ende nicht direkt. Diese Office-Version erhält kontinuierlich Updates, solange Du Dein Abo verlängerst. Allerdings sei erwähnt: Microsoft 365 erfordert ein unterstütztes Betriebssystem.
    Auf Windows 10 werden z.B. manche zukünftige Office-365-Features nach 2025/2026 eventuell nicht mehr verfügbar sein. Solange Du aber auf Windows 11 oder einem aktuellen OS bist, bist Du mit Microsoft 365 immer auf dem neuesten Stand und brauchst Dir um ein festes Enddatum keine Sorgen zu machen.

Wichtigste Frage: Welche Office-Version sollte ich 2026 verwenden? – Die Antwort: Am besten eine, die noch längere Zeit Support hat. Da Office 2016/2019 bereits raus sind und Office 2021 Ende 2026 ausläuft, solltest Du entweder auf Microsoft 365 umsteigen oder – falls Du lieber eine Dauerlizenz statt Abo möchtest – auf die Nachfolge-Version von Office 2021.

Microsoft plant im Abstand von einigen Jahren neue Office-Pakete bereitzustellen. So ist bereits von Office 2024 die Rede, welches die nächste Kaufversion wäre. Office 2024 (oder wie es final heißen mag) würde dann voraussichtlich bis etwa 2029 Updates bekommen. Informiere Dich also nach 2025, ob es ein aktuelles Office-Paket gibt und wechsle rechtzeitig.

Wie finde ich heraus, welche Office-Version ich habe? Viele Nutzer sind unsicher, ob sie z.B. Office 2019 oder 2021 installiert haben. Am einfachsten öffnest Du eine Office-Anwendung (z.B. Word) und gehst auf Datei > Konto. Dort steht die genaue Versionsbezeichnung.

Alternativ kannst Du in der Systemsteuerung unter Programme nachschauen, welcher Office-Name dort gelistet ist. Falls Du genauere Anleitung brauchst, lies bitte unseren Artikel „Welche Office Version habe ich?“ – dort erklären wir Schritt für Schritt, wie Du Deine Office-Installation identifizierst.

Upgrade-Tipps für Office

Wenn Du auf Microsoft 365 wechselst, bekommst Du immer die neueste Version der Office-Apps und musst Dir keine Gedanken mehr über Supportfristen machen. Der Wechsel ist unkompliziert: Du kaufst ein Microsoft-365-Abo, installierst die Apps, und Deine alten Dokumente funktionieren nahtlos weiter.

Falls Du eine neue Kaufversion bevorzugst (ohne Abo), warte auf die Veröffentlichung des nächsten Office-Pakets (z.B. Office 2024). Achte beim Kauf darauf, dass die Version noch lange Updates erhält.

Unabhängig vom Weg: Plane den Umstieg vor Ablauf des Supports Deiner aktuellen Version. Wenn Du z.B. Office 2021 nutzt, solltest Du spätestens im Sommer 2026 die Migration vorbereiten, damit Du ab Oktober 2026 nicht plötzlich mit einem unsicheren Office dastehst.

Windows Server Support Ende 2026

Windows Server – alte Versionen laufen aus

Im Unternehmensumfeld (und bei technisch versierten Privatnutzer mit Home-Server) spielen die Windows-Server-Betriebssysteme eine große Rolle. Auch hier gibt es wichtige Supportenden:

  • Windows Server 2012 / 2012 R2: Diese Server-Betriebssysteme sind bereits end of support. Der erweiterte Support endete am 10. Oktober 2023. Seitdem erhalten Server 2012 (R2) keine Updates mehr – es sei denn, man hat kostenpflichtige Extended Security Updates (ESU) erworben. Diese ESUs laufen jedoch ebenfalls Ende 2026 endgültig aus. Spätestens 2026 sollte niemand mehr Windows Server 2012/2012 R2 produktiv einsetzen. Ein Upgrade auf eine neuere Server-Version ist hier überfällig, da das System sonst großen Sicherheitsrisiken ausgesetzt ist.
  • Windows Server 2016: Windows Server 2016 befindet sich Stand 2026 noch im erweiterten Support. Der allgemeine Support (Mainstream Support) lief bis Anfang 2022, jetzt gibt es nur noch Sicherheitsupdates im Extended Support. Dieses endet am 12. Januar 2027. Das bedeutet: 2026 ist das letzte volle Jahr, in dem Windows Server 2016 noch Updates bekommt.
    Unternehmen sollten die Zeit nutzen, um ihre Server 2016 auf eine aktuellere Version zu migrieren (z.B. auf Server 2019 oder 2022), bevor der Support ausläuft. Bereits jetzt (2026) ist Windows Server 2016 technisch gesehen nicht mehr taufrisch – neuere Versionen bieten bessere Performance, mehr Features und längerfristigen Support.
  • Windows Server 2019: Dieses System hat Support bis 2029 (erweiterter Support bis Januar 2029). Im Jahr 2026 ist Windows Server 2019 somit noch gut innerhalb des Supportzeitraums. Allerdings endete der Mainstream Support für 2019 bereits im Januar 2024, d.h. es gibt seitdem nur noch Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen mehr. Wer auf Server 2019 ist, hat zwar noch einige Jahre Luft, sollte aber perspektivisch an einen Wechsel auf Server 2022 oder neuer denken, um von aktuellen Verbesserungen zu profitieren.
  • Windows Server 2022: Die neueste veröffentlichte Server-Version (erschienen 2021) hat bis mindestens 2031/2032 Support. 2026 steht man mit Server 2022 also auf sehr sicherem Fundament und erhält regelmäßig Updates und Feature-Upgrades (im Rahmen der jährlichen Channel-Updates, sofern genutzt). Hier ist nichts weiter zu tun außer die üblichen Updates einspielen. Für viele dürfte Windows Server 2022 die Zielplattform sein, wenn ältere Server ersetzt werden.

Zukünftige Versionen: Gerüchten zufolge arbeitet Microsoft an einem Windows Server 2025 oder ähnlich benannten Nachfolger von Server 2022. Konkrete Infos gibt es dazu aber noch nicht (Stand Anfang 2026). Falls eine neue Server-Version erscheint, wird sie vermutlich wieder rund 10 Jahre Support bieten. Unternehmen mit langfristigen Planungen könnten also Ende 2025/2026 prüfen, ob eine Migration auf diese neue Version sinnvoll ist. Ansonsten bleibt Windows Server 2022 erst einmal der sichere Hafen.

Neben den reinen Betriebssystemen laufen auch manche Server-Anwendungen 2026 aus dem Support, die in vielen Firmen eingesetzt werden. Zum Beispiel hat Microsoft Exchange Server 2019 und Exchange 2016 bereits am 14. Oktober 2025 aus dem Support genommen – wer noch lokale Exchange-Server betreibt, sollte dringend auf Exchange Online bzw. Microsoft 365 oder eine neue Exchange-Server-Version wechseln (Exchange 2019 war die letzte, Microsoft setzt künftig verstärkt auf Subscription-Modelle für Exchange Server). Ähnliches gilt für Skype for Business Server 2019, der ebenfalls 2025 sein Supportende hatte.

Weitere Microsoft Produkte mit Support-Ende 2026

Neben Windows, Office und Server gibt es 2026 eine ganze Reihe weiterer Microsoft-Produkte, die aus dem Support laufen. Hier ein kurzer Überblick einiger wichtiger Produkte, die Du kennen solltest:

  • SQL Server 2016: Die beliebte Datenbank-Server-Software erreicht am 14. Juli 2026 ihr Support-Ende. Ab diesem Datum gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für SQL Server 2016. Unternehmen sollten auf SQL Server 2019 oder 2022 migrieren. (Zur Einordnung: SQL Server 2017 folgt 2027, SQL Server 2019 hat Support bis 2029.)
  • SharePoint Server 2016 und 2019: Beide Versionen von Microsofts Intranet- und Kollaborationsplattform laufen am 14. Juli 2026 aus dem Support. Wer SharePoint lokal betreibt, sollte auf SharePoint Subscription Edition oder SharePoint Online (Microsoft 365) umsteigen. Das Supportende betrifft ebenso Project Server 2016 und 2019 (Projektmanagement-Server), wobei diese schon am 14. April 2026 auslaufen.
  • Office 2021 LTSC: Neben der Retail-Version von Office 2021 (bereits oben erwähnt) gibt es die Langzeit-Support-Variante Office LTSC 2021 für Volumenlizenz-Kunden. Auch diese erhält nur bis zum 13. Oktober 2026 Updates. Das schließt alle zugehörigen Anwendungen ein (Word LTSC 2021, Excel LTSC 2021, etc.). Firmen, die Office LTSC 2021 einsetzen, sollten den Wechsel auf die nächste LTSC-Version oder auf Microsoft 365 planen.
  • Visual Studio 2022 (Long Term Servicing Channel): Entwickler aufgepasst: Die LTSC-Versionen der Entwicklungsumgebung Visual Studio 2022 haben ebenfalls in 2026 End-of-Life-Termine. Konkret endet der Support für Visual Studio 2022 Version 17.0 (LTSC) am 10. Januar 2026. Die neuere Visual Studio 2022 Version 17.2 (LTSC) wird bis zum 14. Juli 2026 unterstützt. Es empfiehlt sich, rechtzeitig auf die aktuelle Version von Visual Studio umzusteigen oder das neueste Update zu installieren, um weiterhin Support zu haben.
  • .NET und PowerShell: Die Laufzeitumgebung .NET 8 (LTS), die 2023 veröffentlicht wurde, hat einen Support-Zeitraum von drei Jahren und endet folglich am 13. Oktober 2026. Wer Anwendungen auf .NET 8 laufen hat, sollte bis dahin auf .NET 9 oder .NET 10 (falls verfügbar) wechseln oder die nächste LTS-Version einsetzen. Ebenfalls zu erwähnen: PowerShell 7.4 (LTS) wird voraussichtlich im Herbst 2026 aus dem Support gehen. Hier steht dann PowerShell 7.5+ als neuere Variante bereit.

Die obigen Listen sind nicht vollständig, aber Microsoft veröffentlicht jedes Jahr genaue Tabellen aller Produkte mit Supportende. Unten haben wir eine tabellarische Übersicht der wichtigsten Microsoft-Produkte, die im Jahr 2026 ihr Support-Ende erreichen.

Übersicht: Microsoft-Produkte mit Support-Ende in 2026

ProduktSupport-Ende
Windows 10 Enterprise 2016 LTSB13. Oktober 2026
Windows 10 IoT Enterprise 2016 LTSB13. Oktober 2026
Windows Server 2012 / 2012 R2 (erweiterte Sicherheitsupdates)13. Oktober 2026
Office 2021 (Home/Professional)13. Oktober 2026
Office LTSC 2021 (Volumenlizenz)13. Oktober 2026
SQL Server 201614. Juli 2026
SharePoint Server 201614. Juli 2026
SharePoint Server 201914. Juli 2026
Project Server 201614. April 2026
Project Server 201914. April 2026
Visual Studio 2022 (Version 17.0 LTSC)10. Januar 2026
Visual Studio 2022 (Version 17.2 LTSC)14. Juli 2026
.NET 8 (Long Term Support)13. Oktober 2026
PowerShell 7.4 (LTS)13. Oktober 2026
Windows 11 24H213. Oktober 2026

Wie Du siehst, betrifft das Support-Ende 2026 vor allem etwas ältere Softwareversionen. Neue Produkte wie Windows 11, Windows Server 2022 oder Office 365 sind weiterhin aktuell und unterstützt. Prüfe dennoch regelmäßig, welche Versionen Du im Einsatz hast, und halte Deine Systeme auf dem neuesten Stand. So gehst Du auf Nummer sicher, was Stabilität, Funktionen und Sicherheit betrifft.

Fazit

Auch 2026 laufen wir einige Microsoft Softwareprodukte aus dem Support. Du solltest frühzeitig prüfen, ob Du davon auch betroffen bist und frühzeitig überlegen, wie Du Deinen oder Deine PCs updaten oder upgraden kannst. PCs, die über keine aktuellen Sicherheitsupdates verfügen, stellen ein großes Risiko dar. Besonders wenn Bankgeschäfte oder andere kritische Anwendungen verwendet werden.

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