NAS-Systeme im Vergleich

NAS-Systeme werden immer beliebter. NAS steht für Network Attached Storage und es handelt sich hierbei um keine Serversysteme, die eine oder mehrere Festplatten verbaut haben. Diese werden in einem schlanken Gehäuse untergebracht und benötigen somit nicht viel Platz. Diese NAS-Server sind selbstverständlich nicht so leistungsfähig wie spezielle Server-Systeme, bieten aber ausreichend Leistungsvolumen zur Speicherung der gewünschten Daten. Aus diesem Grund sind sie von den Anschaffungskosten wesentlich günstiger als reine Server-Systeme.

In so ein NAS-Server können bis zu 16 Festplatten eingebaut werden, die dann als Raid System konfiguriert werden können. Je nach Wunsch Konfiguration können dann die verschiedenen Raid Level eingerichtet werden, je nachdem, ob mehr Geschwindigkeit oder mehr Sicherheit gefordert ist. NAS-Systeme werden direkt über ein Netzwerkkabel an das Netzwerk angeschlossen und arbeiten mit 100 MBit/s oder 1 GBit/s. Die NAS-Systeme verfügen alle über ein eigenes Betriebssystem, welches in der Regel auf Linux basiert. Über die integrierte Weboberfläche lassen sich dann die gewünschten Einstellungen und Konfigurationen vornehmen. Ein riesen Vorteil der NAS-Systeme gegenüber herkömmlichen Serversystemen ist der extrem geringe Stromverbrauch.

Für welchen Anbieter von NAS-Systemen sich der Anwender letztendlich entscheidet, hängt natürlich in erster Linie von den technisches Daten ab. Hier ist es relativ schwierig, den genauen Überblick über alle Systeme zu bekommen. Deswegen gibt es im Internet Anbieter, die verschiedene NAS-Server Testberichte bereitstellen, damit der Käufer die richtige Entscheidung für sein Speichersystem trifft.

Preislich fangen die günstigen Systeme bei knapp über 100€ an, der Preis nach oben ist offen. Je nach Speicherkapazität und technischen Möglichkeiten können hier auch mehrere tauschend Euro´s pro Gerät ausgegeben werden.

NAS-Systeme eignen sich auch hervorragend als Archivsystem oder Backupsystem. Bei einigen Systemen können gespeicherte Inhalte zeit gesteuert auf eine extern angeschlossene USB-Festplatte übertragen werden, um die Datensicherheit nochmals zu erhöhen.

2 Kommentare

  1. Markus
    Juni 11, 2015 zu 9:02 pm

    Schöne Zusammenfassung und Erläuterung zu NAS-Systemen.
    Ich möchte nur eine Sache anmerken. Ein NAS ist nicht gleich ein Backupsystem. Wenn ich mir eine normale 2 Bay NAS kaufe, so konfiguriert man darauf meinst ein RAID 1 Level. Was bedeutet, dass die gleichen Daten auf beiden Festplatten geschrieben werden und sollte eine Festplatte ausfallen, so sind meine Daten trotzdem noch vorhanden. Wenn ich jetzt aus versehen eine Datei lösche, so ist sie trotzdem verloren. Also ich persönlich betreibe z.B. ein 2 Bay NAS und zusätzlich hängt noch eine externe Festplatte dran, welche ein wirkliches Backup sämtlicher auf meinem NAS befindlichen Daten erstellt. Wenn man sich etwas mit RAID-Systemen spielen möchte, so kann man das einfach mal im Windows Betriebssystem testen, wenn man es in einer virtuellen Maschine laufen lässt. Ich habe das mal auf meine Blog mit Windows 10 beschrieben.
    Ansonsten schöner Blog – Weiter so.

  2. NAS User
    Januar 8, 2017 zu 4:38 pm

    Hallo,
    wirklich schöner Beitrag, der auch für Anfänger die wichtigsten Punkte erklärt.
    Ich selbst nutze seit ca. 1 Jahr eine 2 Bay Zyxel NAS in erster linie um meine medien und daten darauf zu sichern.
    Endlich konnte ich auch dropbox und co den Rücken kehren, da ich jetzt meine eigene Cloud betreibe, was mit einer 100 mbit leitung sehr viel Spaß macht.
    Allerdings sollt man beim kauf schon die Leistung etwas höher ansiedeln, da man automatisch immer mehr mit dem Server umstzen möchte. Ein schwacher Server geht dann ziemlich schnell an seine Grenzen.

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